TSG Backnang Fußball 1919 e.V.

  • Die Volksbank Backnang präsentiert unsere Verbandsliga Mannschaft
  • hinten:
    Loris Maier, Patrick Tichy, Dimis Naoumis, Thomas Doser, Marc Mägerle, Michl Bauer, Leon Maier, Julian Geldner, Emanuel McDonald
    Mitte:
    Betreuer Bernd Dannhäußer, Spielleiter Rolf Wörner, Mannschaftsarzt Dr. Jochen Nufer, Physio Volker Max, Co-Trainer Darko Milosevic, Trainer Evangelos Sbonias, Torwart Trainer Salvatore Rivarolo, Team Manager Isaak Avramidis, Sportlicher Leiter Marc Erdmann, Sportvorstand Rüdiger Lüftner, Volksbank Vorstand Jürgen Schwab
    vorne:
    Benito Baez-Ayala, Jannik Dannhäußer, Mario Marinic, Oguzhan Biyik, Mika Wilhelm, Marcel Knauß, Michael Quattlender, Sascha Schmalz, Louis Wiesheu, David Kienast, Shqiprim Binakaj
    es fehlen Michele Varallo und Niklas Kalafatis

„Noch lange nicht in trockenen Tüchern“

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Das Interview: Evangelos Sbonias, Trainer des Fußball-Verbandsligisten TSG Backnang, sieht den Aufstieg nicht als Selbstläufer

Aus der Backnanger Kreiszeitung vom 19.02.20 / Foto: Alexander Hornauer

Vom Kurs in Richtung direkter Wiederaufstieg in die Fußball-Oberliga will sich die TSG Backnang im zweiten Saisonabschnitt nicht mehr abbringen lassen. Bevor es für den Verbandsliga-Spitzenreiter am Samstag (14 Uhr, Etzwiesen) gegen Heimerdingen wieder um Punkte geht, warnt Trainer Evangelos Sbonias aber davor, das Titelrennen als Selbstläufer zu sehen. Im Interview äußert sich der 37-Jährige zu den aktuellen Personalsorgen, zu den Zu- und Abgängen im Winter sowie zu seiner persönlichen Zukunft.

Von Steffen Grün

Sie hatten Ihrer Mannschaft zu Beginn der Vorbereitung sechs harte und intensive Wochen versprochen. Haben Sie Wort gehalten?

Ja, aber das hatte mehr mit unserer Situation, weniger mit Trainingsinhalten zu tun. Wir mussten viele verletzungsbedingte Rückschläge verkraften und daher über weite Strecken mit einem sehr kleinen Kader arbeiten. Das bedeutete, dass die Jungs, die alle Einheiten mitgemacht haben, auch am Wochenende meistens 90 Minuten durchspielen mussten. Für die, die dabei waren, war es also sehr hart.

Fünf Tests brachten zwei Siege (4:0 in Steinbach, 2:0 gegen Bietigheim), zwei Remis (2:2 bei den Kickers, 1:1 gegen Bissingen) und eine Niederlage (1:3 in Hall). Wie bewerten Sie die Resultate, aber vor allem die Leistungen?

Wir hatten mit dem ersten Testspiel beim Landesligisten in Schwäbisch Hall einen Aussetzer. Das war sehr ernüchternd, danach wurde jedoch Tacheles geredet und die weiteren Spiele waren absolut okay – vor allem gegen die beiden Oberligisten. Aber auch gegen die unterklassigen Vereine, zumal wir kein Tor kassiert haben.

David Kienast verpasst die ganze Runde, mit Loris Maier und Benito Baez-Ayala kamen zuletzt zwei Langzeitverletzte dazu, bei Michl Bauer gibt es noch keine abschließende Diagnose. Wie schwer wiegen diese Ausfälle?

Ich will nicht rumjammern, aber die Ausfälle sind schon brutal für uns. Sollte tatsächlich auch Michl Bauer länger fehlen, wären es vier absolute Stammspieler. Das ist nicht so leicht zu verdauen, daran hat die Mannschaft auch zu knabbern.

Wird es in der Innenverteidigung eng, wenn Michl Bauer länger fehlen sollte, zumal Marc Mägerle die TSG im Winter verlassen hat?

Definitiv, wir hätten mit Thomas Doser und Patrick Tichy dann nur noch zwei gelernte Innenverteidiger. Das ist nicht üppig, keine Frage. Es gibt Jungs im Kader, die es im Notfall auch spielen könnten, aber viel darf nicht mehr passieren.

Welche Spieler würden infrage kommen?

Leon Maier und in einer gewissen Konstellation auch Oguzhan Biyik, wobei er die allerletzte Lösung wäre, weil er im zentralen Mittelfeld viel zu wichtig ist.

Marc Mägerle kam vor der Saison vom Oberligisten Göppingen, war quasi der Königstransfer und wechselte nun wieder in die Oberliga nach Neckarsulm, obwohl er bei Ihnen selten spielte. Warum hat es mit ihm nicht gepasst?

Es gibt Konstellationen im Fußball, die für Außenstehende komisch wirken. Wir haben uns das auch anders vorgestellt, als wir ihn geholt haben, sahen ihn mit seiner Erfahrung als Stütze in der Abwehr und Führungsspieler. Dass es letztlich nicht so gepasst hat, hatte verschiedene Gründe: Mal fiel er durch eine Verletzung, eine Erkrankung oder einen Urlaub aus, mal haben wir die Formation geändert. Es hat nie richtig gepasst für ihn, er kam nie in einen Rhythmus – am Ende hat man sich sauber und ohne böses Blut getrennt. Er ist ein guter Junge.

Jetzt könnte man ihn vielleicht brauchen...

Als die Entscheidung anstand, ihn abzugeben oder nicht, waren wir guter Dinge, dass Michl Bauer zurückkommt und wir drei Innenverteidiger haben – plus die Jungs, die es auch mal spielen können. Von daher war’s nicht eng. Jetzt ist es so gekommen, wir müssen damit umgehen.

Zudem ging Sascha Schmalz, der fast keine Rolle spielte. Es kamen Luka Milenkovic, Savino Marotta und Iosif Maroudis. Sind Sie mit dem Kader für den Rest der Runde zufrieden?

Die drei Transfers waren im Nachhinein absolut notwendig. Wir haben in der Vorbereitung teils mit zehn Feldspielern trainiert, das ist zu wenig. Wären diese drei Spieler nicht da, hätten wir nun eine sehr, sehr angespannte Personalsituation. Savino Marotta kann alle Positionen auf der rechten Seite spielen, Luka Milenkovic auf der linken. Iosif Maroudis kann in der Offensive viele Positionen bekleiden.

Sie sagten, Sie wollten grade wegen des komfortablen Siebenpunktepolsters auf das Verfolgerduo „ein sehr scharfes Auge auf viele Dinge“ richten. Gab’s schon Anlass zur Kritik?

Vielleicht in ein, zwei Dingen, die nichts mit dem Sportlichen zu tun haben. Interne Abläufe, die klar sein müssten, waren nicht so klar und mussten dem einen oder anderen mal wieder in Erinnerung gerufen werden. Darüber haben wir offen und ehrlich gesprochen, dann war’s auch okay. Das mit dem scharfen Auge hatte sich aufgrund der Personalsituation auch irgendwann erledigt und es ging darum, so gut wie möglich durch die Vorbereitung zu kommen und die Belastung so zu steuern, dass wir keinen verheizen. Wir haben trotzdem gut gearbeitet, und es müssen nicht irgendwelche Alarmglocken läuten.

Wie wichtig wäre es, nach der ersten Saisonniederlage im letzten Spiel des alten Jahres in Rutesheim nun gegen Heimerdingen mit einem Sieg ins neue Jahr zu starten?

Ich will das nicht zu hoch hängen, weil der Druck, den sich die Jungs selbst machen, schon groß genug ist. Sie wissen, dass alle Augen auf uns gerichtet sind und uns alle Teams

Niederlagen zufügen wollen. Fast alle haben gegen uns nichts zu verlieren, das ist nicht einfach. Man merkt es daran, dass Gegner bei uns 0:1 verlieren und nicht enttäuscht sind. Bei einem Remis steigt eine Party, bei einem Sieg ist es eine gefühlte Meisterschaft. Dennoch ist klar, dass ein Sieg im ersten Spiel nach der Winterpause sehr wichtig wäre.

Kann sich die TSG auf dem Weg zur direkten Oberliga-Rückkehr nur noch selbst stoppen oder sehen Sie noch ernsthafte Rivalen?

Hätte man gesagt, dass ein Team erst im ersten Rückrundenspiel die erste Saisonniederlage kassiert, 40 Zähler aus 17 Partien holt und trotzdem nur sieben Punkte Vorsprung hat, hätte das auch keiner gedacht. Von daher erübrigt sich die Frage, die Verfolger haben eine sehr hohe Qualität. Wir müssen weiterhin unsere Hausaufgaben machen, denn der Aufstieg ist noch lange nicht in trockenen Tüchern.

Klappt es mit dem Aufstieg, wäre die TSG insofern kein normaler Neuling, als dass sie in der Abstiegssaison mit Ihnen als Coach das fünftbeste Rückrundenteam war. Sind die Roten schon jetzt ein gefühlter Oberligist?

Das sind wir schon die ganze Saison und das hat mit dieser Rückrunde zu tun, mit der wir uns hohen Respekt erarbeitet haben. Jeder hat irgendwie das Gefühl, wir hätten in der Verbandsliga nichts zu suchen, und der Abstieg ist ein Betriebsunfall, der korrigiert wird – aber das wird der Sache nicht gerecht. Man muss sehen, wo der Klub herkommt. Es war 2017 ein überraschender Oberliga-Aufstieg, in der ersten Saison war viel Euphorie im Spiel. Die Rückserie der Vorsaison und vor allem die Hinserie dieser Runde sind nicht selbstverständlich. Es gibt viele Beispiele von Vereinen, die nach einem Abstieg als Topfavorit galten und dann aufpassen mussten, nicht durchgereicht zu werden.

Ihr Vertrag läuft im Sommer aus. Gab’s schon Gespräche über eine Verlängerung oder wollen Sie die sportliche Entwicklung abwarten?

Seit ich hier bin, sind wir im ständigen, vertrauensvollen, offenen Austausch. Wir haben schon über die nächste Saison gesprochen, zeitnah folgt ein weiteres Gespräch und dann wird es recht zügig eine Entscheidung von meiner Seite geben.

Was für ein Angebot könnte Sie derart reizen, dass die TSG-Verantwortlichen um Marc Erdmann keine Chance auf Ihr Jawort haben?

Öffnet sich für mich auf welche Art auch immer die Türe zum Profifußball, würde ich das in Absprache mit meiner kleinen Familie (seit 30. Januar ist Sbonias Vater eines Sohns, Anm. d. Red.) wahrnehmen wollen. Ansonsten ist die TSG Backnang mein erster Ansprechpartner. Marc Erdmann weiß auch immer, was bei mir auf dem Tisch liegt oder auch nicht. Es geht offen und ehrlich zu.

Zu den wenigen Spielern, die noch nicht verlängert haben, gehört Torjäger Mario Marinic. Könnte er mit 35 Jahren und ab September dann schon 36 Jahren auch in der Oberliga noch einmal die Lebensversicherung sein oder muss die TSG schleunigst eine jüngere Version finden?

Wenn ich sehe, wie er zu 100 Prozent für diesen Sport lebt und wie er mit seinem Körper umgeht, dann ist es für mich gar keine Frage. Schön wäre es aber auch für ihn, wenn er vielleicht nicht immer so im Fokus stehen würde und auch nicht das Gefühl haben müsste, diese Lebensversicherung sein zu müssen. Das könnte ihm sogar noch einen kleinen Schub geben, aber er hat auf alle Fälle die Qualität, diese Verantwortung zu schultern.

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