TSG Backnang Fußball 1919 e.V.

  • Die Volksbank Backnang präsentiert unsere Verbandsliga Mannschaft
  • hinten:
    Mert Tasdelen, Niklas Kalafatis, Marcus Kasongo-Ndijele, Marc Bitzer, Thomas Doser, Michl BauLer, Leon Maier, Loris Maier, Julian Geldner, Yannik Dannhäuser, Shqiprim Binakaj

    Mitte:
    Marc Erdmann, Bernd Dannhäuser, Rolf Wörner, Marc Hess, Julian Schieber, Mario Marinic, David Kienast, Volker Max, Michael Quattlender, Volksbank Vorstand Jürgen Schwab

    vorne:
    Benito Baez-Ayala, Niklas Pollex, Adnan Rakic, Julian Guttenson, Marcel Knauss, Mika Wilhelm, Oguzhan Biyik, Sebastian Gleissner, Christian Weiller

    Es fehlen Patrick Tichy und Louis Wiesheu
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TSG Backnang kassiert dritte Auswärtspleite in Serie

Auf fremden Plätzen ist mit dem Backnanger Fußball-Oberligisten momentan kein großer Staat zu machen. Nach dem 0:2 beim FC 08 Villingen und dem 1:2 beim 1. FC Rielasingen-Arlen zogen die Roten am gestrigen Abend auch beim 1. CfR Pforzheim mit 1:3 den Kürzeren.

Der bislang letzte TSG-Auswärtssieg datiert vom 10. September, auch damals war es ein Spiel an einem Freitagabend: An der Kreuzeiche behielten die Etzwiesenkicker gegen den SSV Reutlingen mit 2:0 die Oberhand. Seit dieser Partie vor sechs Wochen liegt es an der Heimstärke, dass die Murrtaler weiterhin im Vorderfeld der Oberliga-Tabelle mitmischen. Leer gingen sie nur gegen Freiberg aus und gegen Dorfmerkingen gab es ein Unentschieden. Die Duelle mit Ravensburg, Linx und zuletzt noch Neckarsulm entschieden die Roten jeweils für sich.

Im Vergleich zum 3:0-Sieg am vergangenen Samstag hatte TSG-Spielertrainer Mario Marinic die Startelf in Pforzheim um einen Namen verändert. Benjamin Sejdinovic kam rein und verteidigte anstelle von Leon Maier, der auf die Doppelsechs neben Kapitän Oguzhan Biyik beordert wurde, auf der rechten Seite. Marc Bitzer rückte aus dem zentralen defensiven Mittelfeld in die Innenverteidigung neben Patrick Tichy, dafür musste Thomas Doser auf die Ersatzbank.

Eigentlich könnte man über den Verlauf der ersten Halbzeit im Stadion im Brötzinger Tal getrost den Mantel des Schweigens hüllen, denn beide Mannschaften überboten sich an Harmlosigkeit. Richtiger Spielfluss wollte hüben wie drüben nicht aufkommen. Es gab Ballverluste am laufenden Band, und genau zu dieser Art von Fußball passte schließlich auch der Führungstreffer für die Hausherren. In der 38. Minute landete ein weiter Abwehrschlag des Pforzheimers Denis Gudzevic bei seinem Teamkollegen Noah Lulic. Der legte sich die Kugel zwar zu weit vor, doch der Rettungsversuch von TSG-Keeper Julian Guttenson klatschte an den Fuß von Lulic und von dort segelte das Leder an den Querbalken. Den Abpraller beförderte Lulic zum 1:0 in den TSG-Kasten. Ein ziemlich kurioser Treffer.

Nach der schwachen Leistung der Etzwiesenelf im ersten Durchgang konnte es nach dem Wechsel nur besser werden. Für Sejdinovic kam Niklas Pollex – eine Maßnahme, die dem weitgehend harmlosen Angriff der Gäste gut tun sollte. Der Neue war kaum fünf Minuten drin, als sein Schuss aus 20 Metern von CfR-Keeper Yusuf Tirso nur mit Mühe gehalten wurde. Nur wenig später lag Pforzheim aber mit zwei Treffern vorne. Im Strafraum holte Bitzer in der 63. Minute den quirligen Salvatore Catanzano von den Beinen. Klarer Fall: Elfmeter für die Hausherren, der von Kapitän Maurizio Macorig sicher zum 2:0 verwandelt wurde.

 Backnangs Spieler ließen die Köpfe hängen. Zehn Minuten später ließ sich der starke Catanzano nicht aufhalten und schloss eine tolle Einzelleistung zum 3:0 ab. Das war die Entscheidung, die Gäste verloren nun vollends den Faden. Erst gegen Ende kamen sie noch zu ihren Möglichkeiten. In der 83. Minute köpfte Doser nach einer Ecke von Biyik nur knapp am Gehäuse vorbei. 60 Sekunden darauf verkürzte Marinic mit einem Flachschuss immerhin auf 1:3. Zu spät, um noch für eine Wende zu sorgen. Bezeichnend, dass sich Marinic die einzige Gelbe Karte der TSG abholte, während die CfR-Spieler etliche Kartons sammelten.

1. CfR Pforzheim: Tirso – Di Biccari, Gudzevic, Macorig, Sheron – Latifovic (75. Rienhart), Türköz – Kariman, Varese (79. Asare), Lulic (75. Münst) – Catanzano (79. Böhm).

TSG Backnang: Guttenson – Sejdinovic (46. Pollex), Bitzer, Tichy, Dannhäußer – Biyik (87. Rakic), Leon Maier – Loris Maier, Geldner (81. Doser), Santoro (74. Binakaj) – Marinic.

Tore: 1:0 (38.) Lulic, 2:0 (63./FE) Macorig, 3:0 (73.) Catanzano, 3:1 (84.) Marinic. – Schiedsrichter: Eisele (Münchingen). – Zuschauer: 350.

 

Quelle: BKZ - Dieter Gall / Foto: A. Hornauer

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Ein Strafstoßtor reicht der TSG Backnang nicht für Zählbares

Unnötige 1:2-Niederlage beim 1. FC Rielasingen-Arlen

Fußball-Oberligist TSG Backnang handelte sich beim 1. FC Rielasingen-Arlen eine unnötige Pleite ein. Mert Tasdelen sorgte mit einem Foulelfmeter für den zwischenzeitlichen Ausgleich, in der Schlussminute kassierten die Roten aber noch das 1:2. Das passte zu den Ereignissen im Vorfeld.

 

Der Kreuzbandriss bei Keeper Marcel Knauß und gleich zwei Coronafälle: In der vergangenen Woche hatte die TSG Backnang mehrere Hiobsbotschaften zu verkraften. Und dann auch noch das: Bei strahlendem Sonnenschein und recht angenehmen Temperaturen ging es in Rielasingen an der Grenze zur Schweiz auf einen Kunstrasenplatz. Nicht nur Mario Marinic und Julian Schieber zeigten sich wenig glücklich mit diesem Untergrund. Einig waren sich die TSG-Trainer aber auch darin, dass das Spielfeld nicht Schuld an der Niederlage war. Den Gästen fehlte es vielmehr im Angriff an der nötigen Durchschlagskraft. Und, was am Ende noch entscheidender war, da die Kräfte schwanden: Wegen der verletzungs- und coronabedingten Ausfälle hatten die Murrtaler die Fahrt in den Südschwarzwald mit nur drei Auswechselspielern antreten können.

Nach anfänglichen Schwierigkeiten, die vor allem auf Backnangs linker Abwehrseite auftraten, fingen sich TSG-Kapitän Oguzhan Biyik und seine Mitstreiter. Das Etzwiesenteam übernahm die Initiative. Nach 25 Minuten köpfte Marinic eine Ecke von Biyik an den rechten Pfosten. Nur acht Zeigerumdrehungen später tat es ihm Rielasingens Nico Kunze gleich, indem er aus zehn Metern freistehend den linken Pfosten traf. Aufregung gab es im Backnanger Strafraum in der 39. Minute. Adnan Rakic berührte Kunze am Bein, der Spieler der Hausherren nutzte die Gunst der Stunde. Er sank theatralisch zu Boden und der nicht immer sichere Schiedsrichter zeigte auf den Elfmeterpunkt. Julian Guttenson, der als Nummer zwei der Gäste den lange verletzten Stammtorwart Marcel Knauß ersetzen soll, schnappte sich den von Albert Malaj getretenen Strafstoß mit einer tollen Reaktion.

Für die zweite Halbzeit kam bei der TSG mit Jannik Dannhäußer ein frischer Außenverteidiger. Rakic machte auf der linken Seite für ihn Platz. Nur drei Minuten nach Wiederbeginn zappelte die Kugel im Netz der Murrtaler. Pascal Rasmus stand nach einem Querpass am langen Eck völlig frei und drückte das Leder problemlos zur 1:0-Führung für Rielasingen-Arlen über die Linie. Ein Schock für die Etzwiesenelf, die sich davon nur langsam erholte. Marinic traf zwar in der 53. Minute ins gegnerische Gehäuse, doch eine klare Abseitsstellung verhinderte den Ausgleich. Nach einer Stunde kam Mert Tasdelen für den entkräfteten Flavio Santoro. Der Joker war kaum eine Minute auf dem Feld, schon gab es Elfmeter. Marinic wurde im Strafraum vom etwas übermotivierten FC-Schlussmann Dennis Klose einfach umgemäht. Klarer Fall, Strafstoß. Tasdelen trat an und verwandelte souverän zum 1:1.

Anstatt nachzulegen, verloren die Backnanger komplett den Faden. Von einem gescheiten Aufbauspiel waren Biyik und seine Kollegen weit entfernt. Rielasingen zeigte wie es geht und machte mächtig Druck. In der 86. Minute rettete der starke Patrick Tichy auf der Linie den möglichen Punkt. Als sich die TSG-Anhänger schon mit diesem einen Zähler einverstanden erklärt hatten, schlugen die Hausherren noch einmal zu. Tobias Bertsch war in der Schlussminute zur Stelle und erzielte den nicht unverdienten 2:1-Siegtreffer. In der Nachspielzeit wurde Marinic im gegnerischen Fünfmeterraum klar umgerissen, doch dieses Mal blieb die Pfeife des Unparteiischen stumm.

 

Quelle BKZ / Foto Volker Müller

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Corona sorgt für ein verzerrtes Tabellenbild

Als Oberliga-Spitzenreiter erwartet Backnang am Sonntag um 14.30 Uhr den Zwölften SV Linx. Ist die Favoritenrolle klar verteilt? Dieser Eindruck täuscht. Die TSG-Fußballer haben schon zehn Spiele absolviert, die Gäste erst sechs. Der WFV reagiert auf das Problem und erhöht den Druck.

Eigentlich hätte Backnangs Duell mit Linx bereits am Samstag um 14 Uhr stattfinden sollen. Warum der Anpfiff in den Etzwiesen nun erst gut 24 Stunden später ertönt, weiß der Sportliche Leiter Marc Erdmann zu berichten: „Der SV Linx hat die Auflage vom Gesundheitsamt, bis einschließlich 2. Oktober keinen Trainings- und Spielbetrieb zu absolvieren.“ Die Erklärung liegt in Pandemiezeiten auf der Hand, bei den Gästen hat Corona zugeschlagen. Drei Covid-19-Infektionen sorgten dafür, dass die jüngsten Partien in Göppingen und gegen Reutlingen sowie wegen vorheriger Verdachtsfälle auch schon das Spiel in Freiberg abgesagt werden mussten. Zuletzt im Einsatz war Linxam 15. September, gegen Walldorf II gab es ein 1:1. Am Sonntag in Backnang geht es für den Verein aus der Ortenau aus der kalten Hose wieder los. Es ist alles andere als eine optimale Vorbereitung, doch eine Alternative gibt es praktisch nicht. Weil das Team von Trainer Thomas Leberer erst sechs Begegnungen bestritten hat, ist es für die Oberliga-Spielkommission sowieso schon schwierig genug, sämtliche Nachholspiele im eng getakteten Terminplan unterzubringen.

Ein Blick auf die arg verzerrte Tabelle zeigt, welche Auswirkungen positive Tests, Verdachtsfälle und damit verbundene Quarantänen haben. Obwohl auch die TSG Backnang nicht verschont blieb und das Spiel gegen Freiberg wegen zwei Erkrankungen in den eigenen Reihen erst im zweiten Anlauf über die Bühne gebracht wurde, gehört das Team um Spielertrainer Mario Marinic zu jenen, die bislang am glimpflichsten davon kamen. Wie sieben weitere Oberligisten haben die Roten zehn Duelle absolviert, das toppt keiner. Im krassen Kontrast dazu stehen die mickrigen sechs Partien, die beim SSV Reutlingen und beim SV Linx in der Bilanz stehen. Der Rest liegt bei sieben, acht oder neun ausgetragenen Begegnungen, die Aussagekraft des Klassements ist deshalb begrenzt. Die Murrtaler haben die Nase mit 19 Punkten weiterhin vorne, doch es gibt mehrere Kontrahenten, die mit Erfolgen in den Nachholspielen vorbeiziehen könnten. Allen voran der Dritte aus Göppingen (17 Zähler), der zwei Duelle in der Hinterhand hat. Schaffen könnten es aber auch die Titelfavoriten Freiberg (9. Platz, 8 Spiele, 15 Punkte) und Stuttgarter Kickers (10. Platz, 7 Spiele, 13 Punkte) sowie der sonntägliche Gegner aus Linx, der als Zwölfter mit 13 Zählern vier Partien weniger bestritten hat.

Laut WFV ist das Problem in der Oberliga besonders ausgeprägt. Zwar sind die abgesagten Spiele mittlerweile alle neu terminiert und die Infektionslage scheint sich aktuell etwas zu entspannen, doch die Sorge bleibt mit Blick auf den Herbst und Winter groß. Daher zieht die Spielkommission, die seit Wochen im Dauereinsatz ist, um den Ligabetrieb in der Pandemie bestmöglich zu organisieren, die Daumenschrauben an. Ab sofort werden Partien nicht mehr so schnell abgesagt. Ein Team gilt als „spielfähig“, solange 16 Mann zur Verfügung stehen, die in dieser Runde mindestens schon einmal bei einem Punktspiel auf dem Spielberichtsbogen standen. Klingt zunächst nicht besonders streng, aber: Ungeimpfte Akteure, die in Quarantäne müssen, gelten als einsatzfähig, wie José Macias vom WFV erläutert. Dasselbe gilt für verletzte, erkrankte und gesperrte Spieler. Nur positiv getestete Kicker werden abgezogen, und das unabhängig vom Impfstatus. Damit kann es personell schon mal eng werden, doch in der Praxis würden die Vereine ihr Team wohl mit A-Junioren oder Spielern der Zweiten auffüllen statt am grünen Tisch zu verlieren. „Es ist der richtige Weg, um die Saison sauber über die Bühne zu bekommen“, zeigt TSG-Spielertrainer Marinic Verständnis.

Sollte im Ländle die Alarmstufe der Coronaverordnung erreicht werden und damit nur noch geimpfte oder genesene Personen die Sportplätze betreten dürfen, will der WFV den Spielbetrieb trotzdem aufrechterhalten. Der Verband wirbt deshalb noch einmal mit Nachdruck für die Impfung.

 

Quelle: BKZ / 01.10.2021

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Mit einem verdienten 3:0-Sieg gegen die Sport-Union Neckarsulm mischen die Fußballer aus Backnang weiter in der Oberliga-Spitzengruppe mit. Flavio Santoro, Loris Maier und Mario Marinic erzielen die Tore.

Ziemlich viel Platz gab es auf der Ersatzbank der Roten. Verletzungen und Corona sorgten dafür, dass neben Torhüter Mika Wilhelm nur drei Feldspieler zur Verfügung standen. Aber wie so oft in den letzten Wochen, machten die Backnanger das Beste daraus. Allerdings war die erste Hälfte alles andere als vergnügungssteuerpflichtig. Beide Teams boten kein gutes Fußballspiel. Spielertrainer Mario Marinic ließ zur Pause in der Kabine gewaltig Dampf ab, rüttelte seine Jungs wach und die hatten es offenbar verstanden. Denn im zweiten Abschnitt zeigten die Mitstreiter von Kapitän Oguzhan Biyik, zu was sie eigentlich fähig sind.

In der ersten halben Stunde plätscherte die Partie so vor sich hin. Langeweile war im Etzwiesenstadion angesagt. Erst nach 24 Minuten wurde es interessant. Flavio Santoro schnappte sich kurz nach der Mittellinie die Kugel, zog an der Strafraumgrenze der Gäste nach innen und versuchte es einfach mal aus der Distanz. Gästekeeper Lukas Mai ahnte wohl die Gefahr nicht, stand in seinem Kasten zu weit am linken Pfosten und hatte so keine Abwehrmöglichkeit mehr, als der Ball am rechten Eck zur 1:0-Führung der Gastgeber einschlug.

Fünf Minuten später wurde Loris Maier im Fünfmeterraum der Gäste im letzten Moment abgeblockt. Glück hatten die Hausherren nach einer halben Stunde, denn Steven Neupert stocherte das Leder freistehend nicht nur an Backnangs Torhüter Julian Guttenson sondern auch am Tor der Gastgeber vorbei. Mario Marinic und Co-Trainer Julian Schieber hatte die Vorstellung ihrer Mannschaft im ersten Durchgang überhaupt nicht gefallen. In der Pause wurden die Defizite deutlich angesprochen. Zwei Minuten nach dem Wechsel lag der Ball erneut im Tor der Gäste. Loris Maier spielte mit Julian Geldner im gegnerischen Strafraum einen Doppelpass, Maier vollendete in Torjägermanier zum 2:0. Ab diesem Zeitpunkt lief es wie geschmiert für die Platzherren.

Neckarsulm verlor den Faden, hatte aber in der 58. Minute noch eine tolle Chance durch Pasqual Pander, der frei vor TSG-Schlussmann Guttenson auftauchte. Doch der Backnanger verhinderte den Anschlusstreffer. Nicht nur wegen dieser Aktion hatte sich der Torhüter ein Sonderlob verdient. Fünf Minuten später fiel die Vorentscheidung. Leon Maier schickte seinen Spielertrainer mit einem Zuckerpass auf die Reise. Marinic lupfte die Kugel über den herausstürzenden Torwart zum 3:0 ins Gäste-Gehäuse. Danach hatten die Hausherren die Partie sicher im Griff. Die TSG besaß in der 84. Minute eine spektakuläre Dreifachchance durch Benjamin Sejdinovic, Loris und Leon Maier. Jedes Mal parierte SU-Keeper Mai. Zwei Minuten vor dem Abpfiff stand TSG-Schlussmann Guttenson wieder im Blickpunkt. David Gotovac hatte freistehend schon den Ehrentreffer für die Gäste auf dem Fuß, doch der Backnanger Torhüter wehrte die Kugel mit einem tollen Reflex zur Ecke ab.

 

Quelle: BKZ 

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Backnang bleibt an der Spitze

Die Oberliga-Fußballer der TSG haben mit dem SV Linx lange Zeit viele Mühe, kommen am Ende aber dank der Treffer von Loris Maier, Mario Marinic und Niklas Kalafatis doch zu einem deutlichen 3:0-Erfolg.

Nach zwei Niederlagen, ohne eigenes Tor, sind die Oberliga-Fußballer der TSG Backnang mit einem 3:0-Heimerfolg gegen den SV Linx in die Erfolgsspur zurückgekehrt. Ein schwer erkämpfter Sieg gegen einen aufopferungsvoll kämpfenden Gegner, dem die zwei Wochen Spielpause wegen der vom Gesundheitsamt verordneten Coronaquarantäne nicht anzumerken waren.

Bei den Hausherren blieb der wiedergenesene Kapitän Oguzhan Biyik zunächst auf der Bank. Dafür rückte Marc Bitzer ins defensive Mittelfeld und Thomas Doser übernahm Bitzers Part in der Innenverteidigung. Eine ganz starke Partie bei der Etzwiesenelf lieferte Sebastian Gleißner ab, der im Mittelfeld glänzend Regie führte und mit die entscheidenden Akzente in der Offensive setzte. Überragend präsentierte sich wieder einmal Abwehrchef Patrick Tichy.

In der ersten Viertelstunde gab es kaum nennenswerte Aktionen. Nach 20 Minuten stockte den TSG-Fans der Atem, denn David Assenmacher tauchte im Fünfmeterraum plötzlich vor Backnangs Keeper Marcel Knauss auf, der mit einer tollen Rettungsaktion sein Team vor einem Rückstand bewahrte. In der 29. Minute hatten auch die Hausherren eine gute Möglichkeit. Der Schuss von Flavio Santoro wurde aber vom Gästetorhüter Daniel Künstle noch zur Ecke abgewehrt. 120 Sekunden später rutschte Loris Maier knapp am Führungstreffer vorbei, doch in der 37. Minute hatte Maier mehr Glück und traf aus kurzer Distanz zur 1:0-Pausenführung. Drei Minuten vor dem Gang in die Kabinen versuchte es Tichy mit einem Freistoß von der Mittellinie und zum Glück für die Gäste klatschte die Kugel an den Querbalken.

In den ersten Minuten nach der Pause herrschte zunächst große Verwirrung in der Abwehr der Gastgeber. Glück hatte die TSG in der 49. Minute, denn Dussot setzte die Kugel aus fünf Metern am Tor vorbei. In der 57. Minute hatte Timo Schwenk eine gute Möglichkeit zum Ausgleich, doch erneut segelte der Ball vorbei. In der 66. Minute kam für den sichtlich entkräfteten Julian Geldner mit Biyik der Kapitän in die Partie und nur wenig später hieß 2:0. Einen Superpass von Bitzer erlief Mario Marinic, der den Torhüter noch umkurvte und einschob.

Die Gastgeber blieben am Drücker. In der 72. Minute kam Niklas Kalafatis für Santoro. Der junge Angreifer war kaum eine Minute auf dem Feld, schon schnappte er sich einen klugen Steilpass von Gleißner und traf zum 3:0. Damit war der Sack endgültig zu. Linx ließ die Köpfe hängen, hatte aber in der 84. Minute noch eine gute Chance. Der Unparteiische sah im Backnanger Strafraum eine elfmeterreife Aktion gegen El-Hadji Fall. Adrian Vollmer lief an, schoss gezielt ins rechte untere Eck, doch Knauss roch das anvisierte Ziel, parierte klasse und kratzte den Ball von der Linie. Danach plätscherte die Partie nur noch vor sich hin. Die Murrtaler hatten die drei Punkte sicher und grüßen weiter von der Tabellenspitze.

TSG Backnang: Knauss – Leon Maier, Tichy, Doser, Rakic – Geldner (66. Biyik), Bitzer – Loris Maier (82. Sejdinovic), Gleißner (77. Wiesheu), Santoro (72. Kalafatis) – Marinic. SV Linx: Künstle – Feger, Schwenk, Vollmer, Aras – Gülsoy, Riff (68. Fall) – Dussot, Tasli (46. Hauser), Assenmacher (74. Martin) – Mörmann (77. Joseph). Tore: 1:0 (37.) Loris Maier, 2:0 (69.) Marinic, 3:0 (73.) Kalafatis. – Schiedsrichter: List (Mochenwangen). – Zuschauer: 250. Marc Erdmann (Vorstandsmitglied der TSG): „Wir hatten gleich nach der Pause eine Schwächephase, doch insgesamt war die Spielfreude bei unserer Mannschaft klar erkennbar. Mit 22 Punkten können wir mehr als zufrieden sein.“ Mario Marinic (TSG-Spielertrainer): „Das war ein Arbeitssieg. Respekt vor dem Gegner, der nach der Quarantäne hier ein gutes Spiel gemacht hat.“ 3:0 (1:0)

 

Quelle BKZ v. 04.10.2021 - Foto: A. Becher

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Titelfavorit SGV Freiberg ist für die personell dezimierten Oberliga-Fußballer der TSG Backnang eine Nummer zu groß. Die Etzwiesenelf hält zwar ganz ordentlich mit, doch in den entscheidenden Momenten sind die Gäste einfach besser und gewinnen am Ende auch verdient mit 3:0.

Quelle: Backnanger Kreiszeitung vom 23.09.21 / Foto: TSG Backnang / Sportmomente

„Unsere Mannschaft hat ordentlich gespielt, aber wir hatten gegen eine strukturiert aufspielende Freiberger Mannschaft letztlich keine Chance“, gab Backnangs Co-Trainer Julian Schieber nach dem 0:3 freimütig zu. Gegen einen mit ehemaligen Zweit- und Drittligakickern gespickten Gegner hatten die personell arg dezimierten Oberliga-Fußballer der TSG am Ende keine Möglichkeit, zu Punkten zu kommen.

War die Liste an Ausfällen bei der Etzwiesenelf ohnehin schon sehr lange gewesen, war kurz vor dem Anpfiff noch ein weiterer Name dazugekommen. Mert Tasdelen, in den letzten Spielen der große Torgarant, musste wegen einer Muskelverletzung passen. So stellte sich die Backnanger Mannschaft fast schon von selbst auf. Die langzeitverletzten Leistungsträger Niklas Pollex und Michl Bauer sowie Kapitän Oguzhan Biyik blieben wie Tasdelen ganz außen vor. Der angeschlagene Spielertrainer Mario Marinic und die sich ebenfalls mit unterschiedlichsten Wehwehchen herumschlagenden Shqiprim Binakaj, Thomas Doser und Julian Geldner nahmen für den Fall der Fälle wenigstens auf der Bank Platz. Den TSG-Anhängern war schon vor Beginn klar, dass nur ein Fußballwunder die Hausherren vor einer Niederlage bewahren könnte.

Anders das Aufgebot auf der Gegenseite. Gästecoach Evangelos Sbonias bot mit Marco Grüttner, Marcel Sökler und Dominik Salz gleich drei Hochkaräter im Angriff auf. Und diese Maßnahme zahlte sich schon nach zehn Minuten aus. Der nach hinten geeilte Niklas Kalafatis schlug vor dem eigenen Strafraum ein Luftloch und die Hereingabe von Grüttner verwertete Salz, allerdings aus stark abseitsverdächtiger Position, zur 1:0-Führung für die Gäste.

Nur fünf Minuten später hatte Salz eine nächste gute Chance, doch aus kurzer Distanz schoss er übers Backnanger Gehäuse und erneut nur kurz darauf bugsierte TSG-Torhüter Marcel Knauss einen Kopfball von Salz mit einem tollen Reflex im letzten Moment über den Querbalken. Freiberg gab in der Offensive den Ton an, Backnanger Strafraumszenen blieben weitgehend aus. Auf der anderen Seite sah es anders aus. In der 37. Minute patzte Knauss zunächst beim Aufbauspiel, machte seinen Fehler aber wieder gut, als er den Flachschuss von Grüttner mit einer starken Reaktion noch um den Pfosten lenkte.

Die Gäste schalteten nach der Pause den Vorwärtsgang erst richtig ein. Die Gastgeber hielten dem Druck zunächst Stand, aber nach einer Stunde schlug Torjäger Salz ein zweites Mal zu. Erneut vermutete die TSG eine Abseitsstellung des Torschützen, doch der Unparteiische Stefan Fimpel ließ sich nicht umstimmen und zeigte Backnangs protestierendem Innenverteidiger Patrick Tichy die Gelbe Karte.

Danach ließ es die Elf des Ex-SG-Coaches Sbonias ruhiger angehen. Die Hausherren kamen besser ins Spiel, ohne sich aber hochkarätige Chancen zu erspielen. Weitaus gefährlicher agierten die Gäste im Backnanger Strafraum. Zweimal innerhalb einer Minute bewahrte Knauss sein Team mit waghalsigen Paraden gegen Salz und Sökler vor einem noch höheren Rückstand. In der 80. Minute war der eifrige Backnanger Schlussmann gegen den Kopfballtreffer von Grüttner zum 0:3 aber machtlos.

Am Ende verließ das Starensemble aus Freiberg das Etzwiesenstadion völlig verdient als Sieger. Das quasi letzte Aufgebot der TSG hatte sich aber achtbar aus der Affäre gezogen und bleibt trotz der Niederlage weiterhin Überraschungstabellenführer.

TSG Backnang: Knauss – Weiller, Tichy, Bitzer, Rakic (58. Binakaj) – Leon Maier, Wiesheu (64. Geldner) – Kalafatis, Gleißner, Santoro (83. Sejdinovic) – Loris Maier (83. Kasongo).

SGV Freiberg: SGV Freiberg: Burkhardt – Klauß (64. Hofrath), Celiktas (46. Ikpide), Hoffmann (46. Zant) – Velagic, Thermann, Zintram – Mauersberger – Sökler, Salz (80. Berisha), Grüttner.

Tore: 0:1 (11.) Salz, 0:2 (61.) Salz, 0:3 (80.) Grüttner. – Schiedsrichter: Fimpel (Bad Wurzach). – Zuschauer: 600.

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