TSG Backnang Fußball 1919 e.V.

  • Die Volksbank Backnang präsentiert unsere Verbandsliga Mannschaft
  • hinten:
    Shqiprim Binakay, Sebastian Gleißner, Julian Geldner, Leon Maier, Thomas Doser, Marc Bitzer, Michl Bauer, Loris Maier, Patrick Tichy, Niklas Kalafatis
    Mitte:
    Rui Tiago Caldas de Carvalho, Team Koordinator Michael Quattlender, Betreuer Bernd Dannhäußer, Betreuer/Zeugwart Rolf Wörner, Torwart Trainer Marc Hess, Trainer Holger Ludwig, Co-Spielertrainer Mario Marinic, Physiotherapeut Volker Max, Mannschaftsarzt Dr.med. Jochen Nufer, Ressort Vorstand Marc Erdmann, Louis Wiesheu, Volksbank Vorstand Jürgen Schwab
    vorne:
    Benito Baez-Ayala, Niklas Pollex, Mert Tasdelen, Mika Wilhelm, Oguzhan Biyik, Marcel Knauß, Adnan Rakic, Marvin Zimmermann, Jannik Dannhäusser
    Es fehlt David Kienast
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Im College-Fußball das Glück gefunden Der frühere TSG-Mittelfeldflitzer Athanasios Coutroumpas bereut nach seinem Gang in die USA im Sommer 2018 nur, dass er den Schritt erst mit 22 und nicht schon mit 18 Jahren gewagt hat.

Gute Chancen für ein Comeback beim Oberligisten aus den Etzwiesen.

Quelle: Backnanger Kreiszeitung vom 04.01.21 / Foto: TSG

„Ich hatte mit 18 bereits die Chance und habe es nicht gemacht, was ich mittlerweile fast ein wenig bereue.“ Athanasios Coutroumpas spricht von der Entscheidung, in den USA das Studium und den Sport ideal miteinander verbinden zu können. Im Fall des 25-jährigen Ex-Backnangers, der über den Winter die alte Heimat besucht, ist das auf der einen Seite der Master in Business Administration und auf der anderen der Fußball.

Zweieinhalb Jahre ist es her, da entschloss sich der Spezialist für beide offensive Außenbahnen der TSG dazu, nach einem Jahr Oberliga mit dem Etzwiesenverein, seine Zelte hier vorübergehend abzubrechen und sein Studium in den Vereinigten Staaten fortzusetzen. Möglich gemacht hatte das ein Stipendium als Fußballer bei der New Yorker Long-Island-Universität. „Das beinhaltet die Studiengebühren, dein Essen und eine kostenlose Wohnung“, erklärt der gebürtige Waiblinger, der das in Zahlen beziffert: „In New York ist das ein Gegenwert von ungefähr 60000 Dollar pro Jahr. In Florida dürften es 45000 Dollar sein.“ Denn nach zwei Jahren in Big Apple ging es für Coutroumpas vergangenen Sommer einmal die Ostküste komplett runter nach Lakeland.

Grund dafür ist das Alter. Mit den sogenannten LIU Sharks, dem 2019 entstandenen Fusionsteam zweier zuvor separater Universitäten aus Brooklyn und Brookville, war der Backnanger von der Division II in die Division I hochgestuft worden. Für die höchste Ebene des College-Systems ist der Schwabe mit griechischem Pass mit seinen 25 Jahren allerdings zu alt. In der Division II, in der das Uni-Team Southern Mocs des Florida South College spielt, darf er dagegen noch ran und kann so seinen Masterstudiengang vollends abschließen.

Einerseits Glück für den Flügelstürmer, andererseits auch Anerkennung für seine fußballerischen Leistungen. Denn in New York hatte er es bereits in seiner ersten Saison zum Kapitän gebracht. Zudem „haben wir sogar unsere Conference gewonnen und es im nationalen Finalturnier unter die besten 16 gebracht.“ Auf gutes Oberliga-Niveau schätzt Coutroumpas die Qualität solcher Endturniere und sagt: „Die besten Leute könnten durchaus im Kader von deutschen Drittligisten stehen.“ Überhaupt werde die Leistungsstärke der College-Teams hierzulande eher unterschätzt, da die Vereinigten Staaten bei den Männern nicht gerade als Fußballgroßmacht gelten. Aber: „Bei mir in der Mannschaft stehen gerade mal zwei US-Amerikaner in der Startelf, der Rest kommt von überall her.“ Sehr oft aus Europa. So wie er aus Deutschland, aber auch aus den Niederlanden, aus Italien, aus Spanien.

Für Athanasios Coutroumpas, der vor seinem Wechsel an die Long Island University in Hohenheim Wirtschaftswissenschaft studiert und den Bachelor dann in New York fertig gemacht hat, steht fest, dass der Gang in die Fremde für ihn das Richtige war. Aus schulischen und aus sportlichen Gründen. „Wir trainieren hier im Prinzip unter Profibedingungen“, erzählt er und erklärt, dass es dafür allerdings durchaus Disziplin braucht. Denn: „Die erste Einheit auf dem Platz ist um 7 Uhr. Dann ist Studieren angesagt, ehe es gegen 15 Uhr wieder auf den Fußballplatz geht.“ Möglich sei das, weil sein Studienplan von den Uni-Verantwortlichen perfekt auf seine Trainingseinheiten abgestimmt ist, sagt der frühere TSG-Kicker und macht klar: „Dafür müssen dann aber auch die Leistungen stimmen.“ Auf beiden Spielfeldern.

Wobei es im Sport an keiner Annehmlichkeit fehlt. In Sachen Ausstattung und Umfeld sei’s eine andere Welt zu dem, was er als Jugendlicher des FSV Waiblingen, des 1. FC Normannia Gmünd, der TSG Backnang und des VfR Aalen kennengelernt hat, sagt Coutroumpas und schwärmt: „Selbst ein deutscher Drittligist kann das alles nicht vorweisen.“ Er berichtet von perfekten Rasenplätzen, bestens ausgestatteten und großzügigen Umkleidekabinen, die in der Tat eher an den FC Bayern München als an eine Studentenmannschaft erinnern. Hinzu komme an seiner Uni ein rund zehnköpfiger Trainerstab, mehrere Physiotherapeuten, so der 1,70 Meter große Fußballer, der im Aktivenbereich erst für die zweite Mannschaft der SG Sonnenhof Großaspach und dann drei Jahre unter den Trainern Markus Lang sowie Beniamino Molinari bei der TSG in der Verbands- und Oberliga gespielt hat. Sein Urteil über das, was er erst in New York vorgefunden hat und nun in Lakeland genießt: „Es fehlt dir einfach an nichts.“

Rückkehr zur TSG Backnang ist für den 25-Jährigen die erste Option.

Stellt sich die Frage, wie es für ihn im Dezember kommenden Jahres weitergeht, wenn er den Masterabschluss in der Tasche hat. Seine Hoffnungen, per Draft einen Platz in einer Mannschaft der amerikanischen Profiliga zu bekommen, halten sich in Grenzen, aber völlig aus dem Blickfeld hat er so etwas nicht verloren. Klar ist für ihn auf jeden Fall schon: „Wenn ich zurückkomme nach Deutschland, dann komme ich auch zurück zur TSG.“ Denn hier habe er sich zuvor wohlgefühlt und deshalb hat er mit dem Backnanger Vorstandsmitglied Marc Erdmann über dieses Szenario auch schon gute Gespräche geführt. Bis dahin freut er sich allerdings erst einmal, im Sommer 2018 den Sprung über den großen Teich gewagt zu haben. Das einzige, was ihn mittlerweile ein klein wenig reut, das ist, dass er diese Chance nicht bereits direkt nach dem Abitur am Waiblinger Staufergymnasium genutzt hat.

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Solo zweier Großkopfeter sorgt für Ärger!

In der Fußball-Oberliga haben die TSG Backnang und viele Konkurrenten kein Verständnis dafür, dass Spitzenreiter SGV Freiberg und Verfolger Stuttgarter Kickers mithilfe von städtischen Sondergenehmigungen den Trainingsbetrieb aufrechterhalten dürfen.

Quelle: Backnanger Kreiszeitung vom 17.11.20

„Da wird immer Solidarität gefordert, doch wenn’s drauf ankommt, steht sich jeder selbst am Nächsten.“ Ein Satz, den TSG-Vorstandsmitglied Marc Erdmann vor allem auf die beiden Erstplatzierten in der Fußball-Oberliga gemünzt hat. Nachdem der Tabellenzweite Stuttgarter Kickers bereits vergangene Woche von der Stadt Stuttgart grünes Licht erhalten hat, den Trainingsbetrieb aufrechterhalten zu dürfen, haben nun die Stadt Freiberg und der dortige Sport- und Gesangverein, seines Zeichens mit fünf Punkten Vorsprung führender Spitzenreiter der Liga, nachgezogen. Sehr zum Missfallen der anderen 19 baden-württembergischen Fünftligisten, die die wegen der Coronapandemie verordnete Zwangspause bis mindestens Ende November einhalten müssen oder wollen.

Die Frage ist, wie lange noch, nachdem das Topduo aus der Reihe getanzt ist. Zumindest der 1. CfR Pforzheim hat bereits verlauten lassen, sich nun ebenfalls um eine Ausnahmegenehmigung zu bemühen. Die anderen Konkurrenten belassen es momentan bei teilweiser harscher Kritik. Zumindest der SGV fühlt sich deshalb offenbar nicht wohl in seiner Haut. Freibergs Pressesprecher Joachim Plemenik teilt mit, dass sowohl sein Verein als auch die Stadt nicht glücklich über die Uneinheitlichkeit in der Liga seien und eine landeseinheitliche Regelung befürworten würden, da die Oberliga in ganz Baden-Württemberg beheimatet ist. Plemenik erklärt dazu: „Sowohl der SGV als auch die Stadt Freiberg haben solch eine Klarstellung kurzfristig beantragt.“ Eventuell hat der noch unbesiegte Tabellenführer mit dieser Initiative ja mehr Erfolg als mit dem angeblichen Versuch, den auf Degerlochs Höhen beheimateten Verfolger davon abzuhalten, sich die Sondergenehmigung von der Stadt Stuttgart zu besorgen. Das zumindest behaupten Kenner der Szene. Sie berichten, dass Freiberg mit den Kickers ein sogenanntes Gentlemen’s Agreement treffen wollte, dass keiner der zwei großen Titelanwärter den Trainingsbetrieb aufnimmt und versucht, sich einen Wettbewerbsvorteil zu verschaffen.

Für Marc Erdmann ist das Thema Wettbewerbsgleichheit ein Punkt. Ein anderer ist für ihn aber der gesundheitlich Aspekt. „Derzeit haben wir Coronahöchstwerte, da sind für mich solche Aktionen völlig unverständlich“, ärgert sich der 49-Jährige über die beiden Großkopfeten und legt nach: „Für mich ist es ein Unding, dass es solche Schlupflöcher überhaupt gibt.“ Dabei sei es ihm ziemlich egal, ob dies die Politik und Behörden oder der Verband möglich machen. Zudem ist es für den sportlichen Leiter des Tabellenzwölften aus den Etzwiesen auch eine Frage des eigenen moralischen Anspruchs: „Wie sollen wir solche Dinge unseren Kinder und Jugendlichen in den Vereinen erklären, denen wir sagen, dass sie derzeit nicht kicken dürfen.“

Wobei Erdmann nicht nur die Einschränkungen im Fußball und im Sport im Allgemeinen im Blick hat, sondern auch in anderen gesellschaftlichen Bereichen. „Die Gastronomen und viele andere müssen leiden, haben extreme Einbußen.“ Da gehe es einfach nicht, dass Fußballvereine selbst in einer fünften Liga glaubten, über den Dingen zu stehen. Erdmanns klare Ansage: „Gesundheitliche Aspekte und Verantwortung sollten immer über allem stehen.“ Das Backnanger Vorstandsmitglied steht mit seiner Meinung nicht alleine da. Auch andere Vereine wie der SSV Reutlingen, der Freiburger FC und der FV Lörrach-Brombach ärgern sich über die Solotour der beiden Titelaspiranten, die damit auch die Empfehlung und Bitte der drei Fußballverbände Nordbaden, Südbaden sowie Württemberg, den Trainingsbetrieb vorläufig ruhen zu lassen, ad absurdum geführt haben. Richtig deutlich wird die Neckarsulmer Sport-Union, die auf ihrer Internetseite unkt: „Die Oberliga Baden-Württemberg steht vor der Zerreißprobe.“ Ganz so weit will Marc Erdmann noch nicht gehen. Er sagt: „Ich hoffe, dass die Vernunft am Ende siegt.“
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Die Oberliga-Fußballer der TSG Backnang kamen bei der zweiten Mannschaft des FC Astoria Walldorf über ein 2:2 nicht hinaus. Es war eine enttäuschende Vorstellung der Murrtaler, die nach dem sicheren Vorsprung drei sicher geglaubte Punkte kostete.

Quelle: Backnanger Kreiszeitung vom 26.10.20 / Foto: A. Hornauer

Konstanz ist derzeit ein Fremdwort für die Elf von TSG-Trainer Holger Ludwig. Nach der Heimpleite gegen Pforzheim boten die Roten in Villingen ein starkes Spiel. Zwei Wochen später brachten die Etzwiesenkicker beim biederen FC Astoria Walldorf II ein 2:0 nicht über die Zeit.

Die wenigen mitgereisten TSG-Fans schüttelten am Ende nur ungläubig den Kopf. Aber auch die Mitstreiter um Kapitän Oguzhan Biyik verließen wie begossene Pudel nach dem Schlusspfiff das Spielfeld. Ursachenforschung war angesagt. Jedoch das coronabedingte Fehlen von Michl Bauer und Julian Geldner taugte als Entschuldigung für eine nicht nachvollziehbare Vorstellung nur wenig. Thomas Doser rückte für Bauer in die Dreierkette, davor nahm Marvin Zimmermann den Platz von Geldner ein. Ansonsten vertraute Holger Ludwig auf die in Villingen erfolgreiche Formation.

Die tat sich aber schwer, ins Spiel zu finden. In der ersten Viertelstunde hatten die Murrtaler sogar Glück, nicht in Rückstand zu geraten. Nach 13 Minuten ging Walldorfs Dawda Sanneh bei einem Zweikampf mit Shqiprim Binakaj im Strafraum der Gäste zu Boden. Es hätte sich niemand darüber beschweren können, wenn der Schiedsrichter in dieser Situation auf Elfmeter für die Hausherren entschieden hätte. Zwei Zeigerumdrehungen später zog Bleart Dautaj aus zwölf Metern ab, doch vom linken Pfosten prallte die Kugel zurück ins Feld.

Erst jetzt wachten die Backnanger auf. In der 17. Minute wurde ein Schuss von Marvin Zimmermann von der Strafraumgrenze zur Ecke abgewehrt. Den anschließenden Eckball von Biyik beförderte der aufgerückte Doser per Kopfball zur 1:0-Führung ins Walldorfer Gehäuse. Für Beruhigung im Spiel der Etzwiesenelf sorgte dieser Treffer allerdings nicht. Vieles blieb Stückwerk. Einmal mehr bewahrheitete sich die Erkenntnis: Fußball ist ein Laufspiel. Und da hatten die Einheimischen stets die Nase vorn. Spielerisch boten die Roten mehr. So mühten sich die Backnanger mehr schlecht als recht zum Pausentee, wobei Binakaj nach einer halben Stunde beinahe ein Treffer gelungen wäre. Doch FC-Torhüter Oliver Seitz klärte zum Eckball.

Zwei Minuten nach dem Wechsel jubelten die Gäste erneut. Eine feine Rechtsflanke von Niklas Pollex verwertete Mario Marinic per Flugkopfball zum 2:0. Damit ist die Suppe gegessen, meinten irrtümlicherweise nicht nur die Zuschauer, auch die TSG-Spieler gaben sich damit zufrieden. Für die angeschlagenen Zimmermann und Pollex kamen kurz darauf Jannik Dannhäußer und Louis Wiesheu. Nach einer Stunde hatte der frei stehende Doser eine Riesenchance, aber Walldorfs Keeper klärte erneut.

In der 65. Minute köpfte der von der TSG-Abwehr völlig vergessene Joshua Best nach einer Ecke den Anschlusstreffer. Die erwartete Offensive der Platzherren blieb danach aber aus. Die Roten kontrollierten das Geschehen, vergaßen aber nachzulegen. In der Schlussphase wurde es aber spannend. In der 87. Minute hatte Marinic nach einem Querpass von Loris Maier einen weiteren Treffer auf dem Fuß, doch ein Walldorfer klärte. Eine Zeigerumdrehung später sorgte der von der TSG-Abwehr alleine gelassene Benjamin Hofmann fürs 2:2. Fassungslosigkeit herrschte unter den TSG-Anhängern, die in der Nachspielzeit noch eine Riesenmöglichkeit des eingewechselten Caldas de Carvalho und danach eine gute Chance der Gastgeber registrierten.

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Unsere 1. Mannschaft ganz kreativ zu Weihnachten. Schaut euch eine Auswahl der Videos von Spielern unserer 1. Mannschaft mit Botschaften zur Weihnacht 2020 an. Auch neben dem Platz haben es unsere Jungs richtig drauf! 

 

 

 

 

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Karrieren abseits des Sports (5): Auf dem Fußballplatz personifiziert Mario Marinic als Torgarant des Oberligisten TSG Backnang die Abteilung Attacke, als Versicherungsfachmann federt er die Lebensrisiken seiner Kunden ab und baut mit ihnen fürs Alter vor.

Quelle: Backnanger Kreiszeitung vom 14.11.20 / Foto: TSG Backnang 
 

War ihm das überhaupt bewusst, wie weit seine Herangehensweisen als Sportler und am Arbeitsplatz auseinanderklaffen? „Darüber habe ich noch nie nachgedacht“, entgegnet Marinic und lacht, „aber es stimmt: Auf dem Rasen soll ich beim Gegner für Verunsicherung sorgen, hier im Büro bin ich für die Absicherung von Lebensrisiken zuständig.“ Von A wie Autoversicherung bis Z wie Zahnzusatzversicherung könne er seinen Kunden als stellvertretender Geschäftsstellenleiter einer Agentur in Waiblingen das gesamte Portfolio anbieten. Nur die Lebensversicherung, die er als Torgarant für die Roten darstellt und die er für seine Ex-Vereine auch schon gewesen ist, „ist in der Branche nicht mehr so präsent. Man spricht eher von Rentenversicherung oder von Vorsorge im Allgemeinen.“

Für den Entschluss, nach der mittleren Reife den kaufmännischen Berufsweg einzuschlagen und mit einer Bankausbildung zu starten, gibt es vor allem drei Erklärungen. Zum einen hat der Schwabe mit kroatischen Wurzeln, der mit seinen Füßen so präzise Schüsse abfeuern kann, kein Problem mit dem Eingeständnis, mit den anderen Extremitäten ungeschickt zu sein: „Ich habe zwei linke Hände und bin froh, wenn ich ein Ikea-Regal zusammenbauen kann.“ Etwas Handwerkliches machte also keinen Sinn, dazu hatte es dem Teenager die Berufskleidung angetan: „Der Anzug macht was her, das war mir als 16-Jähriger nicht unwichtig.“ Nicht zuletzt legte er wie sein Elternhaus Wert darauf, sich eine solide Basis im Job zu schaffen, um den Rücken für den Versuch freizuhaben, auch im Fußball möglichst weit zu kommen.

Alles der Jagd nach dem runden Leder unterzuordnen, kam für Marinic aber lange nicht infrage. Nach der Jugendzeit beim FSV Waiblingen und dem SV Fellbach sowie dem Sprung zu den Aktiven beim SVF, der nach dem Verbandsliga-Abstieg in der Landesliga kickte, wechselte er mit 19 sogar nach Oeffingen in die Bezirksliga, um sich noch besser auf die einjährige Zusatzqualifikation zum Versicherungsfachmann konzentrieren zu können. Seit der heute 36-Jährige dieses Papier in der Tasche hat, steht er in Diensten der Sparkassenversicherung. Auch als Spieler ist er eine treue Seele, seit 2012 geht er für Backnang auf Torejagd. Keine Selbstverständlichkeit, „heutzutage ist im Sport und im Beruf alles viel schnelllebiger“, weiß Mario Marinic mit Blick auf Kollegen und Mitspieler.

Sechs Monate in Aalen bleiben der einzige Abstecher ins Profigeschäft.

Er selbst bildete sich innerhalb der Firma weiter, wollte aber nicht nochmals die Schulbank drücken, „weil ich den Fußball als zweites Standbein hatte und es zeitlich schwierig geworden wäre“. Nach vier Jahren Oeffingen mit je zwei Auf- und Abstiegen kehrte der Stürmer nach Fellbach zurück und tat, was er immer tat: Er machte Buden wie am Fließband. Im Januar 2010 wollte ihn der VfR Aalen, denn „ich hatte eine überragende Vorrunde hinter mir und wurde mit 23 Treffern, so meine ich, sogar Landesliga-Torschützenkönig“. Und dies, obwohl er dem Lockruf des damaligen Regionalligisten folgte und damit nur halb so viele Partien wie die Angreifer aller Ligarivalen absolviert hatte. „Das war der erste und letzte Versuch, hauptsächlich mit dem Fußball Geld zu verdienen“, erinnert sich Marinic, dafür sei es mit 25 „fast zu spät“ gewesen. Zu Oeffinger Zeiten hatten die Kickers mit ihrem damaligen Trainer Robin Dutt, der VfB II mit Rainer Adrion und Spielern wie Adam Szalai oder die aufstrebenden Heidenheimer mit den Machern Holger Sanwald und Frank Schmidt ein Auge auf ihn geworfen. Weil der Torjäger auf dem Platz zwar gerne Dribblings mit ungewissem Ausgang wagt, abseits davon jedoch ein hohes Sicherheitsbedürfnis hat, scheute er immer wieder das Risiko.

Erst für Aalen machte Marinic die Ausnahme, ließ sich vom Arbeitgeber vorübergehend freistellen. Nach Startschwierigkeiten bekam er Kurzeinsätze in der Liga, im Pokal traf er beim 7:0 gegen Bissingen dreimal. Es lief gut, doch nach einem Mittelfußbruch im Halbfinale war er „außen vor“. Aalen stieg in die Dritte Liga auf, Marinic kehrte nach sechs Monaten zum Landesligisten Fellbach und ins Büro zurück. Es blieb sein einziger Profiversuch, aber der Ehrgeiz war ungestillt. Ihn zog es zu Neckarrems in die Oberliga und 2012 nach Backnang, wo er sportlich heimisch wurde und entscheidend mithalf, dass die TSG mittlerweile gute Karten hat, sich in der Oberliga zu etablieren. In dieser Runde hat er auch schon siebenmal getroffen.

Sport und Beruf unter einen Hut zu bekommen, gelingt ihm gut. „Ich konnte mir die Zeit schon immer selbst einteilen und bin daher sehr flexibel“, sagt Marinic, der spätestens um 8 Uhr im Büro ist und montags, dienstags und donnerstags ab 18 Uhr keine Termine vereinbart, um trainieren zu können. Vorher geht’s meist kurz heim, um die Sporttasche zu holen, deshalb kriegen ihn die Teamkameraden selten im feinen Zwirn zu sehen. Seine Frau akzeptiere das zeitaufwendige Hobby, „darüber bin ich froh“, aber trotzdem stellt sich die Frage, wie lange der werdende Papa noch kicken will. „Ich fühle mich gut, das rechte Knie macht keine Probleme“, sagt Marinic. „Es ist nicht selbstverständlich, nach einem Knorpelschaden mit 34 Jahren nochmals zu alter Form zurückzufinden.“ Bei ihm hat es geklappt, nun „will ich selbst entscheiden, wann ich aufhöre, und mir das nicht von Corona oder vom Knie diktieren lassen. Es macht mir Spaß und ich habe weiterhin den Ehrgeiz und die Motivation. Wir werden im Frühjahr weitersehen.“

Ohne Fußball wird es bei Mario Marinic ohnehin nie gehen, den weichen Übergang ins Trainergeschäft habe er als spielender Assistenzcoach ja schon eingeläutet. „Irgendwann werde ich an der Seitenlinie stehen“, kündigt er an, und damit Verantwortung für das große Ganze tragen – wie er es im Beruf bereits seit einiger Zeit tut.

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Backnangs Abwehrchef setzt Zeichen!

Michl Bauer verlängert beim Fußball-Oberligisten seinen Vertrag bis Sommer 2023. TSG-Vorstandsmitglied Marc Erdmann hofft, dass die Unterschrift des 21-Jährigen Signalwirkung hat. Am Samstag wartet für die Etzwiesenelf das Auswärtsspiel bei Walldorf II.

Quelle: Backnanger Kreiszeitung vom 23.10.20 / Foto: A. Hornauer

Bei der 0:4-Heimniederlage gegen Pforzheim am 3. Oktober feierte er seine Saisonpremiere, vor zwei Wochen beim 2:1 der Backnanger Oberliga-Fußballer in Villingen stand er nach seiner langen Verletzung das erste Mal wieder in der Startelf. Nun hat Michl Bauer noch vor dem Auswärtsspiel der Schwaben beim Vorletzten FC Astoria Walldorf II (Samstag, 15.30 Uhr, Dietmar-Hopp-Sportpark) seinen zum Saisonende auslaufenden Vertrag verlängert und sich bis zum 30. Juni 2023 an die TSG gebunden. Das für die erste Mannschaft zuständige Vorstandsmitglied Marc Erdmann freut sich über die Einigung: „Wir sind überzeugt, dass er die Zukunft unseres Vereins als Führungsspieler mitprägen wird.“ 

Gerade mal 21 Jahre ist Michl Bauer alt. Dennoch zählt der in Weissach wohnende und aufgewachsene Innenverteidiger nicht erst seit dieser Saison zu den sogenannten Leistungsträgern. Daran änderte sich auch nichts, als er sich vor fast einem Jahr beim 1:3 in Rutesheim, die einzige Backnanger Niederlage in der abgebrochenen Verbandsliga-Saison, den Mittelfuß brach und sich die Genesung nun doch viel länger als geplant hinzog. Der kopfballstarke Abwehrspieler, der im Sommer 2017 zunächst als Leihspieler vom damaligen Drittligisten SG Sonnenhof Großaspach in die Etzwiesen kam, galt und gilt als gesetzt. Ist er fit, muss schon viel passieren, dass Bauer nicht in der Anfangsformation steht.

Entsprechend froh sind die Verantwortlichen des Oberligisten, dass der Defensivexperte, der trotz seiner jungen Jahre von den TSG-Fans dieses Frühjahr in die Backnanger Jahrhundertelf gewählt wurde, seine Zukunft beim Traditionsverein aus dem Murrtal sieht. Marc Erdmann erzählt: „Michl hat uns bereits sehr frühzeitig signalisiert, dass er verlängern würde, da er von der Entwicklung des Vereins in den vergangenen Jahren sehr angetan ist. Zudem fühlt er sich auch innerhalb der Mannschaft sehr wohl und möchte künftig noch mehr Verantwortung im Team übernehmen.“

Der Spieler selbst ist dazu durchaus bereit und fühlt sich bei der TSG auch richtig wohl. „Sonst hätte ich auch nicht verlängert.“ Wobei seine lange Verletzung in dem Fall durchaus auch positiv für den Verein war, schließlich „gab es davor auch von anderen Klubs Interesse“. Dann kamen Rutesheim und anschließend mehr als elf Monate Kampf um die Rückkehr aufs Spielfeld. Nun sagt der 1,90 Meter große Fußballer: „Ich fühle mich wieder fit.“ Dass er damit nicht völlig falsch liegt, bewies der Backnanger Abwehrorganisator trotz seiner fehlenden Spielpraxis bereits in Villingen.

Für Marc Erdmann kam das nicht überraschend, hält er doch große Stücke auf den einstigen Jugendspieler der SG Sonnenhof Großaspach: „Michl hat sich in den letzten ein, zwei Jahren auf und neben dem Platz nochmals weiterentwickelt. Zudem stammt er hier aus der Region.“ Das wiederum ist vielleicht ein Grund dafür, weshalb der Vertrag ligen-unabhängig gilt. Für einen Aufsteiger wie die TSG Backnang nicht unwichtig. Überhaupt misst das 49-jährige Vorstandsmitglied dieser Einigung eine recht große Bedeutung bei, hofft der sportliche Leiter Erdmann doch: „Diese frühe Entscheidung und Verbundenheit zum Verein hat sicherlich auch eine Signalwirkung an die anderen Jungs.“

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Dauerläufer läuft weiter für TSG auf!

Julian Geldner verlängert seinen Vertrag beim Backnanger Fußball-Oberligisten um zwei Jahre.

Quelle: Backnanger Kreiszeitung vom 19.12.20 - Foto: Volker Müller

Die Hälfte seines bisherigen Lebens hat er bereits bei der TSG Backnang verbracht. Das ist dem 24-jährigen Julian Geldner offenbar aber noch nicht lang genug. Diese Woche hat er seinen zum Saisonende auslaufenden Vertrag beim Fußball-Oberligisten aus den Etzwiesen bis zum 30. Juni 2023 verlängert. „Der Verein ist für mich fast schon zur zweiten Heimat geworden“, sagt der ursprünglich von der SKG Erbstetten stammende Leistungsträger, der einst als Zwölfjähriger nach Backnang wechselte. Mittlerweile gehört er dort fast schon zur festen Einrichtung. In einem hat Geldner sogar Torjäger Mario Marinic was voraus: Der Mittelfeldmann ist der einzige Spieler in den Etzwiesen mit einem eigenen Fanklub. Zusammen setzt sich der vor allem aus Familienmitglieder und aus Personen aus seinem Heimatort. Entsprechend viele Erbstettener sind deshalb bei den Backnanger Punktspielen zu finden.

Das ist allerdings nicht der Grund, weshalb sich der Spieler und die Verantwortlichen der TSG recht schnell einig wurden. Wichtiger war, dass beide Seiten mit dem jeweiligen Gegenüber sehr zufrieden sind. TSG-Vorstandsmitglied Marc Erdmann erklärt: „Wir sind überglücklich, dass wir nach Michl Bauer einen weiteren Spieler aus der Region für weitere zwei Jahre an den Verein binden konnten. Beide sind absolute Mentalitätsspieler.“ Hinzu komme, dass sich der aus der eigenen Jugend stammende Mittelfeldmann in den vergangenen Jahren dank stets konstanter Leistungen zum Stammspieler entwickelt habe, so Backnangs sportlicher Leiter. In der Tat zählt Geldner nun schon einige Zeit zu den sogenannten Leistungsträgern. Unabhängig davon, ob der Trainer Markus Lang, Beniamino Molinari, Andreas Lechner, Evangelos Sbonias oder Holger Ludwig hieß oder heißt. Für Erdmann ist der hohe Stellenwert, den der Spieler bei den Übungsleitern einnimmt, keine Überraschung: „Neben seinem tollen Charakter zeichnen ihn seine unheimliche Laufbereitschaft und Physis sowie sein Wille aus. Zudem ist er ein sehr lernwilliger Spieler. Einer, der bereit ist, auch an seinen Schwächen weiter hart zu arbeiten.“

Vor allem die letztgenannte Eigenschaft half dem ausgebildeten Physiotherapeuten, der seit eineinhalb Jahren in Stuttgart-Vaihingen Bewegungswisschenschaft studiert, bei der Entwicklung vom jungen Ergänzungsspieler in der Verbandsliga zum mittlerweile gestandenen Oberliga-Fußballer. Geldner spielte sowohl beim Aufstieg vor dreieinhalb Jahren wie bei dem in der vergangenen Saison eine wichtige Rolle. Auch weil er zu der Sorte von Fußballern zählt, die auf dem Platz eigentlich nie aufstecken. Ein Ehrgeiz, den der 24-Jährige aber nicht nur für sich allein in Anspruch nimmt. Sein Bleiben begründet er zum Beispiel damit, „dass man spürt, das sich der Verein Schritt für Schritt weiterentwickelt. Alle, die hier ehrenamtlich tätig sind, hauen sich voll rein.“

Ein Lob, das Marc Erdmann gerne zur Kenntnis nimmt und berichtet: „Die Spieler registrieren unsere Entwicklung und auch weitere, bereits in die Wege geleitete Projekte und Visionen.“ Die TSG sei mittlerweile neben dem benachbarten Regionalligisten SG Sonnenhof Großaspach seit Jahren das Aushängeschild des Fußballs im Rems-Murr-Kreis, sagt der 49-Jährige und sieht sich darin durch Geldners Verlängerung erneut bestätigt.

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Etzwiesenteam fertigt Titelanwärter ab!

Fußball-Oberligist TSG Backnang feiert den ersten Heimsieg der Saison mit einem fulminanten 5:2 gegen den Aufstiegskandidaten FSV 08 Bissingen. Bis zur Pause hatten Niklas Pollex, Loris Maier und Mario Marinic den Grundstein zum verdienten Sieg gelegt.

Quelle: Backnanger Kreiszeitung vom 29.10.20 / Foto: Sascha Feuster

Fünf Anläufe hat es gebraucht, bis die Backnanger Fußballer ihren ersten Heimsieg in den Etzwiesen in der noch jungen Oberliga-Saison feiern durften. Ausgerechnet gegen den hochgehandelten Titelkandidaten aus Bissingen boten die Roten gestern Abend eine ihrer bisher besten Leistungen. Die TSG-Anhänger waren beim Flutlichtspiel auf dem Kunstrasen begeistert und verabschiedeten ihr Team mit lang anhaltendem Applaus in die Kabine. TSG-Coach Holger Ludwig überraschte die Backnanger Fans mit einer neuen Variante in der Defensive. Aus der Abwehrkette wurde Marc Bitzer weiter nach vorne gezogen, wo der Zugang vom TSV Heimerdingen zusammen mit Kapitän Oguzhan Biyik eine überragende Partie ablieferte. 

Gleich zu Beginn der Begegnung hatten die Gastgeber allerdings Riesenglück, denn ein Freistoß von Yannick Toth aus 18 Metern knallte an den Backnanger Querbalken. Die Platzherren schüttelten sich nur kurz und bliesen zum Angriff. Vor allem die Maier-Zwillinge stellten die Gäste vor so manches Problem. Nach fünf Minuten passte Leon Maier millimetergenau auf den gestarteten Niklas Pollex, der sicher zur 1:0-Führung einschießen konnte. Der Jubel bei den Fans war noch im Gange, schon zappelte das Leder erneut im Kasten der Elf von FSV-Trainer Alfonso Garcia. Loris Maier spielte mit der Gästeabwehr Katz und Maus und vollendete zum 2:0.

Bissingen war geschockt und hatte Glück, als Mario Marinic nach zehn Minuten von der Strafraumgrenze knapp vorbei zielte. Pech hatte nach 19 Minuten Biyik mit seinem Freistoß aus 20 Metern, der am linken Pfosten landete. Die Hausherren gaben den Ton an und waren läuferisch sowie kämpferisch den favorisierten Gästen überlegen. Drei Minuten vor dem Pausenpfiff passte der starke Bitzer auf Shqiprim Binakaj, der legte quer zu Marinic und der TSG-Torjäger verwertete die Vorlage zur 3:0-Führung.

Der Bissinger Coach Alfonso Garcia war bei seiner Rückkehr nach Backnang, er hat die TSG in früheren Jahren trainiert, alles andere als zufrieden mit dem Auftritt seiner Elf. Anders lassen sich seine Wechsel für den zweiten Abschnitt nicht erklärten. Gleich vier Akteure blieben in der Kabine. Aber eine Besserung im Spiel der Gäste war zunächst nicht zu erkennen, denn schon vier Zeigerumdrehungen nach dem Wiederanstoß passte Bitzer überlegt zu Leon Maier, der zum 4:0 abschließen konnte. Erst jetzt ließen es die Roten etwas ruhiger angehen. Bissingen bekam nun Oberwasser und kam nach einem Fehler von TSG-Keeper Marcel Knauß in der 68. Minute zum 1:4 durch den eingewechselten Alexander Götz. Die Etzwiesenelf verlor kurz den Faden und fing sich nur drei Minuten später das 2:4 durch den ebenfalls eingewechselten Roman Kasiar ein.

Noch waren 20 Minuten zu spielen und dem Backnanger Anhang wurde es schon mulmig. Aber 120 Sekunden nach dem zweiten Gegentreffer sorgte Mert Tasdelen nach einer schönen Einzelleistung für das 5:2 der Platzherren. Damit war die Partie eine Viertelstunde vor Schluss entschieden. Der FSV Bissingen steckte zurück. Und die von Thomas Doser und Patrick Tichy glänzend organisierte Hintermannschaft ließ die Gästeangreifer nicht mehr zur Entfaltung kommen.

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Etzwiesenteam von Beginn an hellwach!

Die Fußballer der TSG Backnang jubeln im Schwarzwald über ihren zweiten Saisonsieg in der Oberliga. Beim verdienten 2:1-Erfolg beim FC 08 Villingen sorgten Niklas Pollex und Loris Maier für die entscheidenden Tore der Mannschaft aus den Etzwiesen.

Quelle: Backnanger Kreiszeitung vom 12.10.20 / Foto: N. Schoch

Wie verwandelt präsentierten sich die Oberliga-Fußballer der TSG Backnang beim Sieg in Villingen nach der Heimpleite gegen den 1. CfR Pforzheim. War das Team von Trainer Holger Ludwig im heimischen Etzwiesenstadion gegen Pforzheim noch völlig von der Rolle, boten die Schützlinge nun im Schwarzwald eine starke Vorstellung. Gründe dafür gibt es einige. So krempelte Ludwig seine Anfangsformation um. In der Abwehr vertraute er einer Dreierkette, die mit Patrick Tichy, Marc Bitzer und dem starken Michl Bauer das Grundgerüst für ein erfolgreiches Spiel hatte. Im zentralen Mittelfeld zog wieder der zuletzt angeschlagene Kapitän Oguzhan Biyik die Fäden, der mit Julian Geldner einen eifrigen Schaffer neben sich hatte. In der Offensive stellte Shqiprim Binakaj von Beginn an die Gastgeber vor einige Probleme.

Die in der badischen Presse angekündigte Torflut, die die Roten zu erwarten hatten, blieb aus. Villingen agierte zu harmlos gegen eine aufmerksame Backnanger Mannschaft. Schon nach zwei Minuten zeigten die Gäste den perplexen Gastgebern, was auf sie zukommen sollte. Ein weiterer Pass von Bauer landete bei Loris Maier, der die Kugel gekonnt übernahm und mit einem feinen Lupfer in die Strafraummitte zu Niklas Pollex den Führungstreffer vorbereitete. Pollex ließ FC-Keeper Andrea Hoxha keine Chance.

Die Backnanger waren gleich drin in der Partie. Villingen war geschockt. Nur vier Minuten später hatte Bauer nach einem Freistoß von Oguzhan Biyik eine Riesenkopfballchance, doch aus fünf Metern traf der aufgerückte Verteidiger nur den einheimischen Torhüter. Nach einer Viertelstunde fiel nach einem Konter der zu diesem Zeitpunkt nicht zu erwartende Ausgleichstreffer. Volkan Bak entwischte der TSG-Hintermannschaft und traf zum 1:1. Wieder mal ein überflüssiger Gegentreffer, den sich die Gäste nach einer Unkonzentriertheit einhandelten. Wer nun gedacht hatte, die Platzherren übernehmen das Kommando, sah sich getäuscht. Die Gäste gaben weiter den Ton an. Nach 20 Minuten hatte Loris Maier eine tolle Schusschance von der Strafraumgrenze, aber der Ball strich knapp am gegnerischen Kasten vorbei. Pollex hatte gleich zweimal aus der Distanz (35., 42.) einen weiteren Treffer auf dem Fuß.

Nach dem Wechsel musste Kapitän Biyik wegen Rückenbeschwerden gegen Louis Wiesheu ausgetauscht werden. Der fügte sich sofort nahtlos ins Backnanger Aufbauspiel ein und bot eine bemerkenswert souveräne Leistung. Die TSG knüpfte da an, wo sie vor dem Kabinengang aufgehört hatte. Die Abwehr stand sattelfest, in der Offensive hatten die Zuschauer immer das Gefühl, dass es einen weiteren Treffer für die Gäste geben wird. Einmal traf Mario Marinic in den Kasten (55.), doch wegen Abseits wurde der Treffer aberkannt. Vier Minuten später musste TSG-Schlussmann Marcel Knauß gegen einen anstürmenden Villinger Kopf und Kragen riskieren, um einen Gegentreffer zu verhindern. Mit einem Unentschieden hätten die Murrtaler bestimmt auch gut leben können, aber sie wollten mehr. Eine Minute vor dem Spielende gab es eine Ecke für die TSG. Die landete beim am langen Eck lauernden Loris Maier. Der donnerte die Kugel ins linke Tordreieck und der zweite Saisondreier der Backnanger war geschafft.

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