TSG Backnang Fußball 1919 e.V.

  • Die Volksbank Backnang präsentiert unsere Verbandsliga Mannschaft
  • hinten:
    Mert Tasdelen, Niklas Kalafatis, Marcus Kasongo-Ndijele, Marc Bitzer, Thomas Doser, Michl BauLer, Leon Maier, Loris Maier, Julian Geldner, Yannik Dannhäuser, Shqiprim Binakaj

    Mitte:
    Marc Erdmann, Bernd Dannhäuser, Rolf Wörner, Marc Hess, Julian Schieber, Mario Marinic, David Kienast, Volker Max, Michael Quattlender, Volksbank Vorstand Jürgen Schwab

    vorne:
    Benito Baez-Ayala, Niklas Pollex, Adnan Rakic, Julian Guttenson, Marcel Knauss, Mika Wilhelm, Oguzhan Biyik, Sebastian Gleissner, Christian Weiller

    Es fehlen Patrick Tichy und Louis Wiesheu
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Physiotherapeut Volker Max hat sein JA-Wort gegeben und bleibt unserer TSG auch weiterhin treu! Er geht damit in seine nunmehr fünfte Saison mit der #Etzwiesenelf. 

„Die Verlängerung der Zusammenarbeit mit Volker Max lag uns allen sehr am Herzen“, erklärt TSG-Vorstand Marc Erdmann: „Zum einen sind seine fachlichen Qualitäten unbestritten und suchen seines gleichen und zum anderen ist er sich auch nie zu schade Sonderschichten einzulegen. Egal ob bei der TSG oder in seiner Praxis in Unterweissach. Für die Spieler hat er zudem immer ein offenes Ohr, ist für jeden Spaß zu haben und ist mit vollem Engagement auch bei den Spielen dabei. Ich bin überzeugt das es kaum einen Verein gibt der auf der Position besser aufgestellt ist wie die TSG. Darauf sind wir sehr stolz.“

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Backnangs Fußball-Oberligist bastelt in der Zwangspause weiterhin fleißig an seinem Kader für die kommende Saison.
 
Fußball-Oberligist TSG Backnang nutzt die Zwangspause wegen der Corona-Pandemie weiterhin fleißig, um den Kader für die kommende Saison festzuzurren. Zumindest in der Innenverteidigung kann der Verein aus den Etzwiesen offenbar auch in Zukunft auf die bewährten Kräfte setzen. Nachdem Michl Bauer (22) schon vor Wochen und Thomas Doser (31) vor zwei Tagen dem derzeitigen Tabellenzwölften ihre Zusage gegeben haben, zog nun Patrick Tichy (27) nach.
 
Quelle: Backnanger Kreiszeitung / Foto: Nico Schoch
 
„Wir sind glücklich, dass auch Patrick nun dabei bleibt“, bestätigt Backnangs Vorstandsmitglied Marc Erdmann die Einigung mit dem Abwehrmann. Der 49-Jährige bezeichnet den ursprünglich vom TSV Leutenbach stammenden Tichy als „einen unserer spielstärksten Innenverteidiger und wir sind froh, ihn weiterhin als eine Säule unserer Abwehr bei uns zu haben“. Das auch, weil Tichy, der im Sommer 2017 nach dem Backnanger Oberliga-Aufstieg vom ehemaligen Verbandsliga-Rivalen VfB Neckarrems in die Etzwiesen wechselte, in den dreieinhalb Jahren bei der TSG unheimlich gereift sei, urteilt Marc Erdmann. Der Spieler selbst sagt, dass er seine Zusage für die dann fünfte Saison im Murrtal auch gegeben hat, weil „hier das Umfeld sowie das Team passen und ich in der Mannschaft noch Potenzial sehe“. Dinge, die ihm in den guten Gesprächen mit Marc Erdmann ein weiteres Mal bewusst geworden seien. Trotzdem habe er sich seine Entscheidung gut überlegt, berichtet Patrick Tichy, „denn ich hatte auch von anderen Oberligisten Angebote“. Letztendlich habe unter anderem seine berufliche Situation und die Nähe zum Wohnort Leutenbach den Ausschlag gegeben. So macht er seine Ausbildung zum Groß- und Außenhandelskaufmann zum Beispiel bei einem Backnanger Unternehmen. Neben der kurzen Wege zwischen Wohnung, Arbeitsplatz und der Kickerei bei der TSG findet der Verteidiger, der in den neun Partien vor der Zwangspause stets zur Backnanger Startformation zählte, noch etwas überaus positiv: „So wie’s aussieht bleibt der Stamm der Mannschaft zusammen.“
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Kienasts Knie spielt einfach nicht mehr mit!

Nach eineinhalb Jahren gibt der Verteidiger der Backnanger Oberliga-Fußballer seinen Kampf um eine Rückkehr aufs Spielfeld auf. Der 31-jährige Ex-Drittliga-Spieler der SG Sonnenhof Großaspach bleibt dem Etzwiesenklub im Scouting-Bereich erhalten.

Quelle: Backnanger Kreiszeitung vom 23.01.21 / Foto: Volker Müller

Der Entschluss ist David Kienast nicht leichtgefallen, doch sein linkes Knie ließ ihm einfach keine andere Wahl. Mit 31 Jahren beendet der Backnanger Oberliga-Fußballer seine Karriere. Eineinhalb Jahre hatte er gehofft, doch die Nachwirkungen des im TSG-Testspiel beim badischen Verbandsligisten VfB Eppingen erlittenen Kreuzbandrisses lassen es unmöglich zu, „dass ich noch auf hohem Niveau weiterspielen kann“. Derzeit ohnehin nicht, ging an jenem 13. Juli 2019 doch nicht nur sein vorderes Kreuzband kaputt. Auch der Knorpel wurde so stark beschädigt, dass „ich seitdem nicht mal mehr joggen kann und selbst das Treppensteigen nicht ohne Probleme geht“. Eine erneute Operation, bei der frischer Knorpel transplantiert wird, soll nun zumindest leichte Besserung bringen.

Fest steht bereits, dass der ehemalige deutsche U-16- und U-17-Nationalspieler dem Etzwiesenklub erhalten bleibt, wenn auch in anderer Funktion, wie Vorstandsmitglied Marc Erdmann berichtet: „Nachdem David als Spieler bedauerlicherweise aufhören muss, freut es mich auf der anderen Seite, dass er für uns im Scouting-Bereich nun eine neue Aufgabe übernimmt.“ Ein Posten, für den Kienast bestens geeignet sei, sagt Erdmann und erklärt: „Er bringt dafür das fußballerische Know-how und die entsprechenden Kontakte mit.“ Damit spielt der Manager der Backnanger Oberliga-Elf nicht darauf an, dass David Kienast in seiner Jugendzeit mit Spielern wie Bayern-Star Thomas Müller, dem ehemaligen Nationaltorwart Ron-Robert Zieler oder dem Mainzer Danny Latza gemeinsam die deutschen Farben vertrat. Erdmann hat die vielen Jahre im Blick, die der gebürtige Reutlinger nach seiner Zeit beim VfB-Nachwuchs für Vereine wie Darmstadt 98, die TSG Hoffenheim, die SG Sonnenhof Großaspach, den SGV Freiberg und die TSG Backnang am Ball war. 50 Dritt-, 106 Regional- und 75 Oberliga-Spiele hatte David Kienast auf dem Buckel, als er sich im Vorbereitungsspiel in Eppingen so schwer verletzte.

Mit vier von seinen fünf Vereinen im Männerbereich einen Aufstieg gefeiert.

„Sportlich waren die fünf Jahre in Großaspach sicherlich die erfolgreichsten“, blickt der Mann zurück, der im Mai 2014 zu dem SG-Team zählte, das in den zwei Relegationsspielen gegen den VfL Wolfsburg II den umjubelten Aufstieg in die Dritte Liga schaffte. Überhaupt war Aspach für ihn die wohl wichtigste Station im Aktivenbereich. Immerhin brachte er es dort auf insgesamt 136 Einsätze in den drei Regionalliga- und zwei Drittliga-Runden. Und: „Alexander Zorniger war neben meinem VfB-A-Jugend-Trainer Hansi Kleitsch vielleicht der Coach, der mich mit am meisten geprägt hat.“ Wobei Kienast auch sagt, dass es ihm eigentlich überall gefallen hat. „Jede meiner Stationen hatte ihren eigenen Charme“, sagt der Routinier, der als Kind beim SV Würtingen auf der Schwäbischen Alb mit der Kickerei einst begonnen hat und der als Aktiver mit fast jedem Verein einen Titel gewonnen sowie einen Aufstieg gefeiert hat. Unter Trainer Markus Gisdol gelang ihm zum Beispiel mit Hoffenheim II der Sprung von der Ober- in die Regionalliga, mit Großaspach ging es wie erwähnt hoch in die Dritte Liga und mit dem SGV Freiberg sowie der TSG Backnang jeweils von der Verbands- in die Oberliga.

Nun ist Schluss und Kienast, der sich selbst als Fußballer aus Leidenschaft bezeichnet, blickt „mit einem weinenden und einem lachenden Auge“ auf seinen selbst gewählten Abpfiff zurück. „Einerseits fehlen mir die vielen Kontakte zu den Jungs beim gemeinsamen Training und beim Spiel, andererseits habe ich zuletzt durchaus zu schätzen gelernt, dass die Kickerei nicht mehr ganz so viel Zeit in meinen Leben beansprucht.“

Wobei ganz weg vom Fußball ist er ja nicht. Auch weil er in seinen nunmehr zweieinhalb Jahren bei der TSG Backnang in den Etzwiesen ein wenig heimisch geworden ist. „Wir haben da unten auch menschlich eine richtig tolle Truppe“, sagt der 31-Jährige und bekennt: „Ich bin Marc Erdmann sehr dankbar, dass er mir diese Möglichkeit bietet, und ich habe richtig Lust darauf.“ Scouting und auch ein Stück weit Kaderplanung seien Dinge, die ihm durchaus liegen würden, sagt David Kienast und gibt sich gleich wieder so, wie er auch als Verteidiger auf dem Platz aufgetreten ist – nicht als Haudrauf, sondern umsichtig und vorausschauend: „Ich gehe die Aufgabe in aller Ruhe an und weiß, dass ich mit Marc Erdmann einen super Ansprechpartner habe.“ Einen, der wiederum ebenfalls zu schätzen versteht, was er da an zusätzlicher Qualität in seinem Planungsstab dazubekommen hat. Sportlich und menschlich. Deshalb ist es ihm wichtig, noch zu betonen: „Wir werden David als Spieler nicht einfach so gehen lassen, sondern dann, wenn Zuschauer wieder erlaubt sind, in einem entsprechenden Rahmen auch offiziell verabschieden. Das hat er sich einfach verdient.“

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Ein Ja, das nicht selbstverständlich war

Fußball-Oberligist TSG Backnang freut sich, dass die umworbenen Brüder Leon und Loris Maier ihre Verträge bis zum Sommer 2023 verlängert haben. Die Zwillinge aus Rudersberg betonen, dass sie sich im Murrtal mittlerweile stark verbunden fühlen.

Quelle: Backnanger Kreiszeitung vom 08.03.21

„Das war keine Selbstverständlichkeit“, erklärt Marc Erdmann und ist deshalb erst recht erfreut, dass es ihm gelungen ist, mit den Brüdern Leon und Loris Maier Einigung zu erzielen. Gestern haben die beiden ihre diesen Sommer auslaufenden Verträge beim Backnanger Fußball-Oberligisten bis zum 30. Juni 2023 verlängert. Damit haben sich die Zwillinge unter anderem gegen Angebote von höherklassigeren Vereinen entschieden. Wie das 49-jährige TSG-Vorstandsmitglied schon sagte, war es jedoch kein Selbstläufer, die beiden 21-Jährigen beim Verein aus den Etzwiesen zu halten.

Entgegen kam Backnangs Verantwortlichen, dass das Duo aus dem Wieslauftal schon seit sieben Jahren im Murrtal die Kickstiefel schnürt. „Nach so langer Zeit gibt’s schon eine starke Verbundenheit, die bei der Zusage durchaus reingespielt hat“, sagt Leon Maier und wird von Bruder Loris bestätigt: „Hier passt einfach sehr, sehr viel. Das Umfeld stimmt, wir haben viele Freunde im Team und das ist bei höherklassigen Vereinen sicherlich nicht überall so.“ Positives, das beide auch in Bezug auf die sportliche Seite von sich geben: „Wir sehen hier eine Perspektive. Die Qualität im Team stimmt und ein großer Teil der Mannschaft ist noch richtig jung.“ Heißt? „Dass es hier zumindest tabellarisch in den nächsten Jahren noch nach oben gehen kann.“

Marc Erdmann lobt die Willensstärke und den Ehrgeiz der Brüder

Marc Erdmann hört die Worte wohl und antwortet mit Lob für den spielstarken Rechtsverteidiger Leon und den offensiven Mittelfeldmann Loris Maier. Beide seien willensstark, selbstkritisch und hätten sich auch deshalb trotz ihrer jungen Jahre einen Stammplatz erarbeitet, sagt Backnangsr Sportchef und urteilt: „Man muss kein großer Prophet sein, um zu erkennen, dass beide die Voraussetzungen für noch höhere Aufgaben mitbringen und schon jetzt in der Lage sind, in unserem Team größere Verantwortung zu übernehmen.“

Erkannt haben das Talent allerdings nicht nur die Macher beim Etzwiesen-Verein. Die Zwillinge bestätigen, dass sie auch von einigen anderen Vereinen Angebote hatten, darunter auch aus der Regionalliga. Vor allem Letzteres hätten sich beide zwar vorstellen können, „doch wir wollen Fußball spielen und nicht Fußball schauen“, erklärt Loris Maier, dass er zu jenen gehört, die lieber den Spatz in der Hand als die Taube auf dem Dach haben. Sportlich gesehen. Wobei die Spieler auch damit hätten leben könne, den Vertrag nur um eine Saison zu verlängern. „Marc Erdmann wollte aber unbedingt zwei Jahre“, erzählen die Brüder und blicken schmunzelnd zum Vorstandsmitglied. Das gesteht freimütig ein, „das Potenzial von beiden ist so, dass wir schon schauen mussten, dass es möglichst langfristig hier weiter geht“.

Das hat ja nun auch geklappt und Erdmann ist froh, dass „wir sie von unserem Konzept überzeugt haben.“ Eine Selbstverständlichkeit war das offenbar nicht. Was wiederum nicht verwundert, schließlich sind die beiden Rudersberger ehrgeizig und schieben neben Studium und Training noch Zusatzschichten im Kraftstudio: „Der Dank dafür gebührt aber nicht nur uns, sondern auch unserem Torwart Marcel Knauss. Der hat uns mitgeschleppt und es hat Spaß gemacht.“ Und prompt gibt es von Marc Erdmann nun auch noch ein Kompliment dafür, „dass sie sehr akribisch an ihrem Körper gearbeitet haben und dadurch in der Lage sind in Zweikämpfen noch robuster und aggressiver zu agieren beziehungsweise diese für sich zu entscheiden.“

Zum großen Glück für alle Seiten fehlt nach der Vertragsverlängerung nun nur noch das Ende der Coronazwangspause. Denn Leon und Loris Maier brennen darauf, mit ihren Freunden von der TSG endlich wieder gemeinsam dem Ball hinterherjagen zu können. Erst recht, nachdem die eigenen Zukunftsfragen nun geklärt sind, obwohl es für alle Beteiligten keineswegs ein Selbstläufer war.

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Leistungsträger Thomas Doser wird auch in der neuen Saison das rote Trikot der Backnanger aus den Etzwiesen tragen.

Quelle: Backnanger Kreiszeitung vom 25.02.21 

Die Fußballer der TSG Backnang treiben die Personalplanungen für die Saison 2021/2022 voran. „Wir hoffen, dass wir in der laufenden Runde noch mal spielen können, doch das ist momentan offen“, sagt Teammanager Isaak Avramidis. Die derzeitige coronabedingte Pause nutzen er und die anderen TSG-Verantwortlichen um den sportlichen Leiter Marc Erdmann dazu, den Mannschaftskader für die neue Saison zusammenzustellen. Und dieser soll, wenn es nach dem Willen des Etzwiesenklubs geht, wieder in der Oberliga spielen. Sollten die Roten den momentanen zwölften Tabellenplatz halten oder verbessern können, dann stünde einem weiteren Jahr in der fünfthöchsten Spielklasse nichts mehr im Wege.

Ein wichtiger Baustein in der Mannschaft von Trainer Holger Ludwig ist Thomas Doser. In der laufenden Runde stand der 31-Jährige bei allen bislang absolvierten Partien auf dem Platz. Auf 779 Spielminuten in den zwölf Begegnungen hat er es bisher in dieser Runde gebracht. Dabei erzielte Doser einen Treffer und gab auch eine Torvorlage. Er ist also eine feste Größe bei der TSG. So sieht es Doser auch selbst: „Ich bin in Backnang sehr zufrieden.“ Deshalb zögerte er nicht lange, seinen im Sommer dieses Jahres auslaufenden Kontrakt um ein Jahr zu verlängern.

„Ich bin davon überzeugt, dass wir den Klassenverbleib schaffen. Ich habe Lust auf eine weitere Saison in der Oberliga“, erklärt der Innenverteidiger. Der ist mit seiner Größe von 1,94 Metern eine sichere Bank in der TSG-Defensive. Zu seinen Stärken gehört auf jeden Fall das Kopfballspiel. „Ich bin auch zweikampfstark“, zählt Doser eine weitere positive Eigenschaft von sich auf. Er möchte auch noch mehr für die Mannschaft sein. „Ich versuche, mich aufgrund meiner Erfahrung als Führungsspieler einzubringen“, sagt Doser. Das freut auch den Teammanager Isaak Avramidis. „Thomas passt vom Charakter her sehr gut in die Mannschaft. Seine Leistungen stimmen auch. Deshalb freuen wir uns, dass er ein weiteres Jahr für uns spielen wird.“

Doser war im Sommer 2018 vom Rems-Murr-Rivalen SV Fellbach zur TSG gewechselt. Auf Anhieb passte es. Dies belegen 32 Einsätze in 34 Oberliga-Begegnungen. Nach dem Abstieg blieb der Innenverteidiger in Backnang und wurde mit der TSG in der coronabedingt abgebrochenen Saison 2019/2020 Meister in der Verbandsliga. Damit stand die schnelle Rückkehr in die Oberliga fest. Seinen Anteil daran hatte Doser, dessen Heimatverein der TSV Schmiden ist. Er absolvierte 15 von den 20 Begegnungen und machte dabei zwei Treffer.

„Wir wissen, was wir an ihm haben“, macht Avramidis klar. Der Teammanager hatte deshalb alles versucht, um den Innenverteidiger für ein weiteres Jahr an die Roten zu binden. Allerdings war dies nicht ganz so einfach. Aber nicht von den Vorstellungen beider Seiten her, sondern durch die coronabedingten Umstände. „Früher saßen wir zusammen und haben miteinander gesprochen. Nun sind solche Treffen kaum mehr möglich“, schildert Avramidis. So wurden die Kontakte via Telefon und WhatsApp geknüpft. Am Ende kam für die TSG und auch für Thomas Doser eine sehr gute Lösung zustande. Die Backnanger hoffen, dass dies auch positive Auswirkungen auf andere Spieler hat. „Die Gespräche laufen weiter“, erklärt Avramidis. Der Teammanager schiebt nach: „Wenn alles klappt, können wir noch in dieser Woche einen weiteren Vollzug vermelden.“

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Im College-Fußball das Glück gefunden Der frühere TSG-Mittelfeldflitzer Athanasios Coutroumpas bereut nach seinem Gang in die USA im Sommer 2018 nur, dass er den Schritt erst mit 22 und nicht schon mit 18 Jahren gewagt hat.

Gute Chancen für ein Comeback beim Oberligisten aus den Etzwiesen.

Quelle: Backnanger Kreiszeitung vom 04.01.21 / Foto: TSG

„Ich hatte mit 18 bereits die Chance und habe es nicht gemacht, was ich mittlerweile fast ein wenig bereue.“ Athanasios Coutroumpas spricht von der Entscheidung, in den USA das Studium und den Sport ideal miteinander verbinden zu können. Im Fall des 25-jährigen Ex-Backnangers, der über den Winter die alte Heimat besucht, ist das auf der einen Seite der Master in Business Administration und auf der anderen der Fußball.

Zweieinhalb Jahre ist es her, da entschloss sich der Spezialist für beide offensive Außenbahnen der TSG dazu, nach einem Jahr Oberliga mit dem Etzwiesenverein, seine Zelte hier vorübergehend abzubrechen und sein Studium in den Vereinigten Staaten fortzusetzen. Möglich gemacht hatte das ein Stipendium als Fußballer bei der New Yorker Long-Island-Universität. „Das beinhaltet die Studiengebühren, dein Essen und eine kostenlose Wohnung“, erklärt der gebürtige Waiblinger, der das in Zahlen beziffert: „In New York ist das ein Gegenwert von ungefähr 60000 Dollar pro Jahr. In Florida dürften es 45000 Dollar sein.“ Denn nach zwei Jahren in Big Apple ging es für Coutroumpas vergangenen Sommer einmal die Ostküste komplett runter nach Lakeland.

Grund dafür ist das Alter. Mit den sogenannten LIU Sharks, dem 2019 entstandenen Fusionsteam zweier zuvor separater Universitäten aus Brooklyn und Brookville, war der Backnanger von der Division II in die Division I hochgestuft worden. Für die höchste Ebene des College-Systems ist der Schwabe mit griechischem Pass mit seinen 25 Jahren allerdings zu alt. In der Division II, in der das Uni-Team Southern Mocs des Florida South College spielt, darf er dagegen noch ran und kann so seinen Masterstudiengang vollends abschließen.

Einerseits Glück für den Flügelstürmer, andererseits auch Anerkennung für seine fußballerischen Leistungen. Denn in New York hatte er es bereits in seiner ersten Saison zum Kapitän gebracht. Zudem „haben wir sogar unsere Conference gewonnen und es im nationalen Finalturnier unter die besten 16 gebracht.“ Auf gutes Oberliga-Niveau schätzt Coutroumpas die Qualität solcher Endturniere und sagt: „Die besten Leute könnten durchaus im Kader von deutschen Drittligisten stehen.“ Überhaupt werde die Leistungsstärke der College-Teams hierzulande eher unterschätzt, da die Vereinigten Staaten bei den Männern nicht gerade als Fußballgroßmacht gelten. Aber: „Bei mir in der Mannschaft stehen gerade mal zwei US-Amerikaner in der Startelf, der Rest kommt von überall her.“ Sehr oft aus Europa. So wie er aus Deutschland, aber auch aus den Niederlanden, aus Italien, aus Spanien.

Für Athanasios Coutroumpas, der vor seinem Wechsel an die Long Island University in Hohenheim Wirtschaftswissenschaft studiert und den Bachelor dann in New York fertig gemacht hat, steht fest, dass der Gang in die Fremde für ihn das Richtige war. Aus schulischen und aus sportlichen Gründen. „Wir trainieren hier im Prinzip unter Profibedingungen“, erzählt er und erklärt, dass es dafür allerdings durchaus Disziplin braucht. Denn: „Die erste Einheit auf dem Platz ist um 7 Uhr. Dann ist Studieren angesagt, ehe es gegen 15 Uhr wieder auf den Fußballplatz geht.“ Möglich sei das, weil sein Studienplan von den Uni-Verantwortlichen perfekt auf seine Trainingseinheiten abgestimmt ist, sagt der frühere TSG-Kicker und macht klar: „Dafür müssen dann aber auch die Leistungen stimmen.“ Auf beiden Spielfeldern.

Wobei es im Sport an keiner Annehmlichkeit fehlt. In Sachen Ausstattung und Umfeld sei’s eine andere Welt zu dem, was er als Jugendlicher des FSV Waiblingen, des 1. FC Normannia Gmünd, der TSG Backnang und des VfR Aalen kennengelernt hat, sagt Coutroumpas und schwärmt: „Selbst ein deutscher Drittligist kann das alles nicht vorweisen.“ Er berichtet von perfekten Rasenplätzen, bestens ausgestatteten und großzügigen Umkleidekabinen, die in der Tat eher an den FC Bayern München als an eine Studentenmannschaft erinnern. Hinzu komme an seiner Uni ein rund zehnköpfiger Trainerstab, mehrere Physiotherapeuten, so der 1,70 Meter große Fußballer, der im Aktivenbereich erst für die zweite Mannschaft der SG Sonnenhof Großaspach und dann drei Jahre unter den Trainern Markus Lang sowie Beniamino Molinari bei der TSG in der Verbands- und Oberliga gespielt hat. Sein Urteil über das, was er erst in New York vorgefunden hat und nun in Lakeland genießt: „Es fehlt dir einfach an nichts.“

Rückkehr zur TSG Backnang ist für den 25-Jährigen die erste Option.

Stellt sich die Frage, wie es für ihn im Dezember kommenden Jahres weitergeht, wenn er den Masterabschluss in der Tasche hat. Seine Hoffnungen, per Draft einen Platz in einer Mannschaft der amerikanischen Profiliga zu bekommen, halten sich in Grenzen, aber völlig aus dem Blickfeld hat er so etwas nicht verloren. Klar ist für ihn auf jeden Fall schon: „Wenn ich zurückkomme nach Deutschland, dann komme ich auch zurück zur TSG.“ Denn hier habe er sich zuvor wohlgefühlt und deshalb hat er mit dem Backnanger Vorstandsmitglied Marc Erdmann über dieses Szenario auch schon gute Gespräche geführt. Bis dahin freut er sich allerdings erst einmal, im Sommer 2018 den Sprung über den großen Teich gewagt zu haben. Das einzige, was ihn mittlerweile ein klein wenig reut, das ist, dass er diese Chance nicht bereits direkt nach dem Abitur am Waiblinger Staufergymnasium genutzt hat.

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