TSG Backnang Fußball 1919 e.V.

  • Die Volksbank Backnang präsentiert unsere Verbandsliga Mannschaft
  • hinten:
    Mert Tasdelen, Niklas Kalafatis, Marcus Kasongo-Ndijele, Marc Bitzer, Thomas Doser, Michl BauLer, Leon Maier, Loris Maier, Julian Geldner, Yannik Dannhäuser, Shqiprim Binakaj

    Mitte:
    Marc Erdmann, Bernd Dannhäuser, Rolf Wörner, Marc Hess, Julian Schieber, Mario Marinic, David Kienast, Volker Max, Michael Quattlender, Volksbank Vorstand Jürgen Schwab

    vorne:
    Benito Baez-Ayala, Niklas Pollex, Adnan Rakic, Julian Guttenson, Marcel Knauss, Mika Wilhelm, Oguzhan Biyik, Sebastian Gleissner, Christian Weiller

    Es fehlen Patrick Tichy und Louis Wiesheu
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Backnangs Abwehrchef setzt Zeichen!

Michl Bauer verlängert beim Fußball-Oberligisten seinen Vertrag bis Sommer 2023. TSG-Vorstandsmitglied Marc Erdmann hofft, dass die Unterschrift des 21-Jährigen Signalwirkung hat. Am Samstag wartet für die Etzwiesenelf das Auswärtsspiel bei Walldorf II.

Quelle: Backnanger Kreiszeitung vom 23.10.20 / Foto: A. Hornauer

Bei der 0:4-Heimniederlage gegen Pforzheim am 3. Oktober feierte er seine Saisonpremiere, vor zwei Wochen beim 2:1 der Backnanger Oberliga-Fußballer in Villingen stand er nach seiner langen Verletzung das erste Mal wieder in der Startelf. Nun hat Michl Bauer noch vor dem Auswärtsspiel der Schwaben beim Vorletzten FC Astoria Walldorf II (Samstag, 15.30 Uhr, Dietmar-Hopp-Sportpark) seinen zum Saisonende auslaufenden Vertrag verlängert und sich bis zum 30. Juni 2023 an die TSG gebunden. Das für die erste Mannschaft zuständige Vorstandsmitglied Marc Erdmann freut sich über die Einigung: „Wir sind überzeugt, dass er die Zukunft unseres Vereins als Führungsspieler mitprägen wird.“ 

Gerade mal 21 Jahre ist Michl Bauer alt. Dennoch zählt der in Weissach wohnende und aufgewachsene Innenverteidiger nicht erst seit dieser Saison zu den sogenannten Leistungsträgern. Daran änderte sich auch nichts, als er sich vor fast einem Jahr beim 1:3 in Rutesheim, die einzige Backnanger Niederlage in der abgebrochenen Verbandsliga-Saison, den Mittelfuß brach und sich die Genesung nun doch viel länger als geplant hinzog. Der kopfballstarke Abwehrspieler, der im Sommer 2017 zunächst als Leihspieler vom damaligen Drittligisten SG Sonnenhof Großaspach in die Etzwiesen kam, galt und gilt als gesetzt. Ist er fit, muss schon viel passieren, dass Bauer nicht in der Anfangsformation steht.

Entsprechend froh sind die Verantwortlichen des Oberligisten, dass der Defensivexperte, der trotz seiner jungen Jahre von den TSG-Fans dieses Frühjahr in die Backnanger Jahrhundertelf gewählt wurde, seine Zukunft beim Traditionsverein aus dem Murrtal sieht. Marc Erdmann erzählt: „Michl hat uns bereits sehr frühzeitig signalisiert, dass er verlängern würde, da er von der Entwicklung des Vereins in den vergangenen Jahren sehr angetan ist. Zudem fühlt er sich auch innerhalb der Mannschaft sehr wohl und möchte künftig noch mehr Verantwortung im Team übernehmen.“

Der Spieler selbst ist dazu durchaus bereit und fühlt sich bei der TSG auch richtig wohl. „Sonst hätte ich auch nicht verlängert.“ Wobei seine lange Verletzung in dem Fall durchaus auch positiv für den Verein war, schließlich „gab es davor auch von anderen Klubs Interesse“. Dann kamen Rutesheim und anschließend mehr als elf Monate Kampf um die Rückkehr aufs Spielfeld. Nun sagt der 1,90 Meter große Fußballer: „Ich fühle mich wieder fit.“ Dass er damit nicht völlig falsch liegt, bewies der Backnanger Abwehrorganisator trotz seiner fehlenden Spielpraxis bereits in Villingen.

Für Marc Erdmann kam das nicht überraschend, hält er doch große Stücke auf den einstigen Jugendspieler der SG Sonnenhof Großaspach: „Michl hat sich in den letzten ein, zwei Jahren auf und neben dem Platz nochmals weiterentwickelt. Zudem stammt er hier aus der Region.“ Das wiederum ist vielleicht ein Grund dafür, weshalb der Vertrag ligen-unabhängig gilt. Für einen Aufsteiger wie die TSG Backnang nicht unwichtig. Überhaupt misst das 49-jährige Vorstandsmitglied dieser Einigung eine recht große Bedeutung bei, hofft der sportliche Leiter Erdmann doch: „Diese frühe Entscheidung und Verbundenheit zum Verein hat sicherlich auch eine Signalwirkung an die anderen Jungs.“

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Ausbeute stimmt Ludwig nicht zufrieden!

Das Interview: Für den Trainer der Backnanger Oberliga-Fußballer hat seine Elf in den ersten neun Partien mindestens vier Punkte verschenkt, obwohl die Leistung in vielen Spielen gepasst hat. Der TSG-Coach fordert für jedes Spiel 100 Prozent Einsatz ein.

 

Quelle: Backnanger Kreiszeitung vom 09.10.20 - Uwe Flegel / Foto: A. Becher

Backnangs Oberliga-Fußballer absolvieren am Samstag ab 15.30 Uhr beim FC 08 Villingen ihr zehntes Saisonspiel. Der Aufsteiger hat dann ein Viertel der Runde hinter sich. Die Bilanz nach den ersten neun Partien lautet acht Punkte und Rang 14. Damit steht der Neuling aus den Etzwiesen ganz knapp über dem Strich. Trainer Holger Ludwig und seine Elf hätten das Saisonziel Nichtabstieg geschafft, trotzdem ist der Coach mit der bisherigen Saison nicht völlig einverstanden, wie er im Interview mit unserer Zeitung gesteht. Und das liegt nicht nur an der jüngsten 0:4-Heimniederlage gegen den 1. CfR Pforzheim.

Herr Ludwig, wie hätte Ihre bisherige Saisonbilanz denn gelautet, wenn wir uns eine Woche oder ein Spiel früher getroffen hätten?

Mein Fazit vor dem Pforzheim-Spiel wäre nicht groß anders gewesen wie nach dem 0:4. Denn schon zuvor hätte ich gesagt, dass ich mit dem Saisonstart nicht ganz zufrieden bin, was die Punkte angeht. Wir haben minimum vier Zähler zu wenig auf dem Konto. Dass ein Spiel wie Pforzheim nun besonders wirkt, das ist selbstverständlich.

Aber es war bislang ja nicht alles schlecht.

Als Trainer muss ich meine Einschätzung zunächst einmal an den Punkten festmachen. Selbstverständlich muss ich aber auch die Leistungen der einzelnen Spiele im Blick haben. Und da gab es Partien gegen namhafte Gegner, in denen wir gute Auftritte hatten. Unterm Strich zählen jedoch Punkte. Da hatten wir vor Pforzheim zu wenig und das hat sich danach leider nicht geändert.

 

Was war der Grund für die vielleicht erste richtig schwache Leistung der Runde?

Ich habe sogar schon mehrere schwache Leistungen gesehen, wenn ich ehrlich bin. Am Samstag war’s auf jeden Fall eine. Dabei sind wir gar nicht so schlecht aus der Kabine gekommen. In den ersten Minuten hat man gesehen, dass unser Plan hätte aufgehen können. Dann haben wir aber versäumt, die nötigen Zweikämpfe zu führen, die nötige Laufbereitschaft an den Tag zu legen, und wir haben sehr viele individuelle Fehler gemacht, die uns den Spielverlauf so ein wenig über den Haufen geworfen haben.

Aber insgesamt waren die ersten neun Partien ja nicht so schlecht, klammert man den Fakt aus, dass es für die guten Leistungen zu wenig Punkte sind?

Ich habe schon hohe Ansprüche ans Team, obwohl ich natürlich weiß, dass wir als Neuling in jedem Spiel unsere 100 Prozent abrufen müssen. Teilweise haben wir uns aber auch dann nicht zu 100 Prozent belohnt und sind mit einem Unentschieden raus, obwohl wir hätten gewinnen können. Deshalb eben diese vier Punkte, die ich gerne mehr hätte. Dann wäre ich auch mit der tabellarischen Situation zufrieden.

Wirkt es vielleicht auf die Mannschaft teilweise etwas trügerisch, dass viele Konkurrenten in der TSG den stärksten Aufsteiger sehen?

Wir wissen ja um diese Dinge und wir wissen, wo wir herkommen. Von daher erinnern wir unsere Mannschaft immer wieder daran, dass wir in jedem Spiel neu beginnen müssen, den Kampf anzunehmen. Ein Stück weit besteht das Risiko vielleicht, weil wir ein Team sind, das, wenn es gut läuft, sehr viele spielerische Lösungen finden will. Von der Grundphilosophie wollen wir einen ansehnlichen Fußball spielen. Was aber nicht heißt, dass wir deshalb zuvor nicht die sogenannten deutschen Tugenden an den Tag legen müssen. Fehlen die, wird es eben auch schwierig, eine spielerische Komponente mit reinzubringen.

Welche der bisherigen Saisonpartien hat Sie denn am meisten geärgert?

Die Niederlage in Freiburg. Zum einen mit Blick auf die Tabelle, weil der FFC für uns eine direkte Konkurrenz ist, zum anderen aber auch die Art und Weise. Wir haben da die ersten Minuten völlig verschlafen, lagen zur Halbzeit zu Recht zurück und haben es nach der Pause trotz einer deutlichen Steigerung nicht geschafft, die Partie noch ins Positive zu drehen. Die Punkte fehlen uns mit Sicherheit ebenso wie die vom Heimspiel gegen Oberachern. Da waren wir die klar bessere Mannschaft, haben eine gute Leistung an den Tag gelegt und trotzdem nur 1:1 gespielt.

Und welches Spiel hat Ihnen bislang am meisten Spaß gemacht?

Das ist relativ einfach. Die Heimspiele gegen Freiberg und die Stuttgarter Kickers. Das waren wirklich ansehnliche Leistungen, die jeweils mit einem Punkt belohnt wurden. Am meisten freue ich mich aber über die drei Zähler in Lörrach, obwohl das Spiel nicht annähernd so gut war wie die oben genannten Partien. Aber für einen Trainer zählen zunächst einmal halt vor allem Punkte.

Die TSG hat nun ein schweres Auswärtsspiel vor sich. Haben Sie Angst, in eine Abwärtsspirale zu geraten, wenn Villingen schiefgeht, oder muss ein Aufsteiger damit rechnen, mal zwei, drei Spiele in Folge zu verlieren?

Aus rein tabellarischer Sicht ist beides gefährlich. Vor allem, wenn man dann in so eine Spirale gerät. Andererseits muss ich als Trainer auch die Art und Weise beurteilen, muss schauen, wie die Niederlage zustande gekommen ist. Gab es die Niederlage gegen einen extrem starken Gegner, oder hat man vielleicht ein bisschen das Spielglück nicht gehabt. Je nachdem gehe ich mit der Situation natürlich anders um, stelle mich anders vor die Mannschaft, als wenn ich mit der Leistung unzufrieden bin. Aber klar ist, dass wir schon schauen müssen, kontinuierlich zu punkten, um erst gar nicht erst in eine Negativspirale zu geraten.

Sie haben vor der Saison gesagt, wie wichtig die Breite des Kaders angesichts von 40 Saisonspielen sein wird. Deshalb wurde sie entsprechend verbessert. Die Partie gegen Pforzheim hat nun aber gezeigt, dass erfahrene Spieler wie Kapitän Oguzhan Biyik nur schwer zu ersetzen sind. Das gilt ja auch für Mario Marinic, der bereits wieder fünf der zehn bisherigen Saisontreffer erzielt hat, oder?

Das hat auch viel mit der Vita und der Erfahrung solcher Spieler zu tun. Solche Akteure braucht jedes Oberliga-Team. Von daher war es mir auch wichtig, Mario als Co-Trainer auf dem Spielfeld zu haben. Und Oz als Kapitän habe ich auch relativ schnell in seinem Amt bestätigt. Beide sind ganz wichtig für uns. Aber die Jungs drumherum müssen mehr Verantwortung übernehmen und wir haben solche Spieler im Kader, die das ja auch können.

Wie würden Sie Ihre Mannschaft überhaupt beschreiben?

Sie ist überaus willig, zu lernen und neue Dinge anzugehen. Es ist ein Team, das im Training gut mitzieht. Diese Grundbereitschaft ist absolut da. Wir haben zudem auch junge Spieler, die enorme Qualität mitbringen. Von daher bin ich mit der Zusammenstellung der Mannschaft zufrieden. Aber wir müssen eben schon schauen, dass wir die Leistung am Wochenende auf den Platz kriegen.

Dabei könnten Verstärkungen ja helfen. Wenn Sie dürften, wo würden Sie nachlegen?

Es ist jetzt nicht so, dass ich positionsgetreu große Wünsche äußern oder ich mir gerne einen Wunschspieler backen würde, aber wir haben diese Saison bekanntlich mehr Spiele als in jeder Runde zuvor und wir haben ja immer wieder über die Bedeutung einer guten Breite im Kader gesprochen. Deshalb wenn ich Wünsche frei hätte, dann für jeden Mannschaftsteil einen zusätzlichen Spieler. Das heißt einen für die Defensive, einen im zentralen Mittelfeld und einen ganz vorne, der meinen Co-Trainer noch ein bisschen mehr unterstützt und ein paar Minuten zusätzlich Freiraum gibt. Auch um einfach diesen Druck auf die erste Elf Woche für Woche immer hoch zu halten.

Mit Michl Bauer kommt ein sogenannter Langzeitverletzter zurück. Einer, der trotz seiner erst 21 Jahre schon gezeigt hat, dass er die Abwehr organisieren kann. Wie wichtig ist das?

Absolut wichtig. Mich freut, dass er nun das zweite Mal im Kader war und jetzt das erste Mal wieder gespielt hat. Es zeigt die positive Entwicklung. Er hatte in der Aufbauphase ein, zwei kleine Rückschläge. Die waren muskulär bedingt, da er nach der extrem langen Verletzungspause keine Vorbereitung hatte, er aber relativ schnell wieder versucht hat, am Mannschaftstraining teilzunehmen. Wir wissen um seine Qualität und wir wissen um seine Wichtigkeit. Ich glaube auch, dass er weiß, dass wir ihn absolut wertschätzen und in Zukunft wieder auf ihn bauen können.

ZUR PERSON

Holger Ludwig wurde am 22. Dezember 1981 geboren, wohnt mit seiner Familie in Höpfigheim und arbeitet als Sport-, Mathe- und Biologielehrer an der Gemeinschaftsschule Schwieberdingen/Hemmingen.

 Als Steppke begann er beim SGV Freiberg mit dem Fußball, durchlief dort alle Jugendmannschaften und war anschließend auch im Aktivenbereich für den SGV am Ball. In Freiberg spielte er wie auch bei seiner anschließenden Station FSV 08 Bissingen viele Jahre in der Oberliga.

 Seine ersten Erfahrungen als Coach sammelte er bei 07 Ludwigsburg als Spielertrainer. Vor seinem Engagement bei der TSG führte Holger Ludwig den TSV Heimerdingen von der Landes- in die Verbandsliga.

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Die Fußballer der TSG Backnang müssen weiter auf ihren ersten Heimsieg in der aktuellen Oberliga-Saison warten. Gegen den bisher noch punktlosen SV Oberachern reichte es der Etzwiesenelf im Nachholspiel nur zu einem enttäuschenden 1:1.

Quelle: Backnanger Kreiszeitung vom 24.09.20 / Foto: Nico Schoch

Auch im vierten Heimspiel der Saison musste sich die Elf von Trainer Holger Ludwig mit einer Punkteteilung zufriedengeben. Allerdings konnten sich die TSG-Anhänger mit den Unentschieden gegen die Titelfavoriten aus Freiberg, Stuttgart und Ravensburg arrangieren, aber gegen das bisher noch punktlose Schlusslicht aus Oberachern hatten sich die Gastgeber mehr ausgerechnet. Es war gestern Abend für die Roten auch viel mehr drin gewesen als der eine Zähler.

Der TSG-Coach schenkte derselben Formation sein Vertrauen, die sich schon gegen Ravensburg ein 1:1 erkämpft hatte. In den ersten zehn Minuten gaben die Gäste aus Oberachern noch mächtig Gas, aber danach hatten die Hausherren das Geschehen auf dem Platz fest im Griff. Ein Kopfballtor von Mario Marinic (10.) wurde wegen einer angeblichen Abseitsstellung nicht gegeben. Nach einer Viertelstunde lupfte Niklas Pollex die Kugel von der Strafraumgrenze über den Querbalken. Drei Minuten später verpasste Loris Maier nach einem Querpass des starken Niklas Kalafatis aus sechs Metern den Führungstreffer. Die Gastgeber waren nah dran an einem Tor. Doch es dauerte bis zur 26. Minute, ehe Pollex aus 16 Metern unhaltbar zum 1:0 ins Gäste-Gehäuse traf. Vier Minuten später hatte Loris Maier aus kurzer Distanz die Riesenchance zu erhöhen, doch die Kugel flog am Ziel vorbei. Es war zum Haareraufen. Die Backnanger hatten Ball und Gegner im Griff, erspielten sich eine Reihe guter Möglichkeiten, aber das Runde wollte einfach nicht mehr ins Eckige.

So richtig bedient waren die TSG-Anhänger in der 39. Minute. Aus heiterem Himmel gelang Nico Huber nach einem Aussetzer in der Backnanger Hintermannschaft der Ausgleich. Mit betretenen Mienen ging es für die Schützlinge von Holger Ludwig zum Pausentee.

Mit viel Engagement bliesen die Platzherren in der zweiten Hälfte zum Angriff. Loris Maier machte den Anfang, doch in der 50. Minute drosch er den Ball aus zehn Metern über den Kasten. Die beste Chance zum erneuten Führungstreffer hatte fünf Minuten später Mario Marinic. Nach glänzender Vorarbeit von Loris Maier brauchte der TSG-Torjäger zum Abschluss eigentlich nur noch den Fuß hinzuhalten, doch aus fünf Metern knallte er das Leder über den Querbalken. Ungläubiges Kopfschütteln machte sich unter den TSG-Fans breit. Es war zum Verzweifeln, denn nach einer Stunde prallte ein Schuss von Kalafatis an den rechten Pfosten des Gästetores. In der Folge lief der Etzwiesenelf zusehends die Zeit weg. Marinic hatte in der 67. Minute noch einmal eine gute Chance, die abermals vergeben wurde. Eine Viertelstunde vor Schluss hätte es im Kasten der Hausherren beinahe geklingelt, aber Torhüter Marcel Knauß klärte spektakulär gegen den durchgebrochenen Rayan Ghrieb.

Alle Bemühungen der Mitstreiter um Backnangs Kapitän Oguzhan Biyik blieben letztlich umsonst. Die Gastgeber mussten sich einmal mehr fehlende Kaltschnäuzigkeit vor dem gegnerischen Tor gefallen lassen. An Kampf- und Einsatzwillen hat es den Backnangern sicher nicht gemangelt und spielerisch waren die Roten ihrem Gegner klar überlegen.

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Etzwiesenteam von Beginn an hellwach!

Die Fußballer der TSG Backnang jubeln im Schwarzwald über ihren zweiten Saisonsieg in der Oberliga. Beim verdienten 2:1-Erfolg beim FC 08 Villingen sorgten Niklas Pollex und Loris Maier für die entscheidenden Tore der Mannschaft aus den Etzwiesen.

Quelle: Backnanger Kreiszeitung vom 12.10.20 / Foto: N. Schoch

Wie verwandelt präsentierten sich die Oberliga-Fußballer der TSG Backnang beim Sieg in Villingen nach der Heimpleite gegen den 1. CfR Pforzheim. War das Team von Trainer Holger Ludwig im heimischen Etzwiesenstadion gegen Pforzheim noch völlig von der Rolle, boten die Schützlinge nun im Schwarzwald eine starke Vorstellung. Gründe dafür gibt es einige. So krempelte Ludwig seine Anfangsformation um. In der Abwehr vertraute er einer Dreierkette, die mit Patrick Tichy, Marc Bitzer und dem starken Michl Bauer das Grundgerüst für ein erfolgreiches Spiel hatte. Im zentralen Mittelfeld zog wieder der zuletzt angeschlagene Kapitän Oguzhan Biyik die Fäden, der mit Julian Geldner einen eifrigen Schaffer neben sich hatte. In der Offensive stellte Shqiprim Binakaj von Beginn an die Gastgeber vor einige Probleme.

Die in der badischen Presse angekündigte Torflut, die die Roten zu erwarten hatten, blieb aus. Villingen agierte zu harmlos gegen eine aufmerksame Backnanger Mannschaft. Schon nach zwei Minuten zeigten die Gäste den perplexen Gastgebern, was auf sie zukommen sollte. Ein weiterer Pass von Bauer landete bei Loris Maier, der die Kugel gekonnt übernahm und mit einem feinen Lupfer in die Strafraummitte zu Niklas Pollex den Führungstreffer vorbereitete. Pollex ließ FC-Keeper Andrea Hoxha keine Chance.

Die Backnanger waren gleich drin in der Partie. Villingen war geschockt. Nur vier Minuten später hatte Bauer nach einem Freistoß von Oguzhan Biyik eine Riesenkopfballchance, doch aus fünf Metern traf der aufgerückte Verteidiger nur den einheimischen Torhüter. Nach einer Viertelstunde fiel nach einem Konter der zu diesem Zeitpunkt nicht zu erwartende Ausgleichstreffer. Volkan Bak entwischte der TSG-Hintermannschaft und traf zum 1:1. Wieder mal ein überflüssiger Gegentreffer, den sich die Gäste nach einer Unkonzentriertheit einhandelten. Wer nun gedacht hatte, die Platzherren übernehmen das Kommando, sah sich getäuscht. Die Gäste gaben weiter den Ton an. Nach 20 Minuten hatte Loris Maier eine tolle Schusschance von der Strafraumgrenze, aber der Ball strich knapp am gegnerischen Kasten vorbei. Pollex hatte gleich zweimal aus der Distanz (35., 42.) einen weiteren Treffer auf dem Fuß.

Nach dem Wechsel musste Kapitän Biyik wegen Rückenbeschwerden gegen Louis Wiesheu ausgetauscht werden. Der fügte sich sofort nahtlos ins Backnanger Aufbauspiel ein und bot eine bemerkenswert souveräne Leistung. Die TSG knüpfte da an, wo sie vor dem Kabinengang aufgehört hatte. Die Abwehr stand sattelfest, in der Offensive hatten die Zuschauer immer das Gefühl, dass es einen weiteren Treffer für die Gäste geben wird. Einmal traf Mario Marinic in den Kasten (55.), doch wegen Abseits wurde der Treffer aberkannt. Vier Minuten später musste TSG-Schlussmann Marcel Knauß gegen einen anstürmenden Villinger Kopf und Kragen riskieren, um einen Gegentreffer zu verhindern. Mit einem Unentschieden hätten die Murrtaler bestimmt auch gut leben können, aber sie wollten mehr. Eine Minute vor dem Spielende gab es eine Ecke für die TSG. Die landete beim am langen Eck lauernden Loris Maier. Der donnerte die Kugel ins linke Tordreieck und der zweite Saisondreier der Backnanger war geschafft.

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Derbe Ohrfeige für die TSG!

Aufsteiger aus dem Murrtal zeigt in der Fußball-Oberliga seine bislang schwächste Saisonleistung und verliert zu Hause gegen Pforzheim mit 0:4. Torwart Marcel Knauss noch bester Backnanger.

Quelle: Backnanger Kreiszeitung vom 05.10.20 / Foto: Alexander Becher

Das war nichts, absolut gar nichts. Die Etzwiesenelf bereitete ihren Anhängern im Heimspiel eine herbe Enttäuschung. Nach der bisher schwächsten Saisonleistung gingen die Oberliga-Fußballer der TSG Backnang gegen den 1. CfR Pforzheim 0:4 unter. Nur Torhüter Marcel Knauss hatten es die Backnanger zu verdanken, dass sich das Debakel in Grenzen hielt, waren die Murrtaler doch nur in den ersten zehn Minuten mit den Gästen aus Nordbaden auf Augenhöhe.

Dabei hatte Trainer Holger Ludwig weitestgehend auf die Startformation gesetzt, die am Wochenende zuvor in Rielasingen-Arlen eine weitgehend befriedigende Leistung abgeliefert hatte. Lediglich Patrick Tichy hatte mit muskulären Problemen passen müssen. Für ihn rückte Marc Bitzer in die Innenverteidigung.

Gegen Pforzheim ließen die Roten viel von dem vermissen, was dem Team bisher viel Lob von den gegnerischen Mannschaften eingebracht hatte. Unerwartete Fehler im Spielaufbau, fatale Ausrutscher in der Verteidigung riefen bei den TSG-Fans Kopfschütteln hervor. Nicht einmal der einfachste Pass sollte gelingen. Bestes Beispiel war nach zwölf Minuten ein Ausrutscher von Thomas Doser, den TSG-Keeper Knauss mit einem tollen Reflex gegen Salvatore Catanzano gerade noch ausbügeln konnte.

In der 25. Minute patzte erneut Doser bei einem Rückpass, doch dieses Mal konnte Knauss nicht mehr eingreifen. Marco Rienhardt bedankte sich artig für das unverhoffte Geschenk und netzte zur 1:0-Führung der Gäste ein. Das Unheil nahm seinen Lauf. Die Platzherren kamen überhaupt nicht ins Spiel und hatten in der 33. Minute Dusel, dass Knauss gegen den durchgebrochenen Rienhardt per Fußabwehr rettete. Sekunden vor der Pause war jedoch auch Backnangs Torhüter machtlos. Nach einer Ecke köpfte Maurizio Macorig unbedrängt zum 2:0 ein. Die Backnanger Hintermannschaft stand tatenlos Pate bei diesem Treffer.

Wer aufseiten der Einheimischen auf Besserung in der zweiten Hälfte gehofft hatte, wurde bitter enttäuscht. Ludwig brachte mit Michl Bauer und Patrick Tichy zwar frische Kräfte, die ihrem Team jedoch kein Leben einhauchen konnten. Es fehlte der Taktgeber im Mittelfeld und einmal mehr vermisste man mit Oguzhan Biyik den Kapitän, der in solchen Situationen oftmals seine Mitstreiter wachrüttelt. Niklas Pollex versuchte es in der 49. Minute mit einem Schuss von der Strafraumgrenze, den Gästekeeper Kevin Rombach zur Ecke klären konnte. Danach war im Angriff der Roten Sendepause. Pforzheim sorgte für die Höhepunkte. So in der 58. Minute, als die TSG-Abwehr für Rienhardt bereitwillig Platz machte, der sich nicht zweimal bitten ließ und zum 3:0 traf. Damit war die Messe nach einer Stunde gelesen. Für die Gastgeber ging es jetzt nur noch darum, ein richtiges Debakel zu verhindern.

Pforzheim schaltete einen Gang zurück, ohne jedoch in Gefahr eines Gegentreffers zu kommen. Die Hausherren agierten viel zu brav und umständlich. In der 81. Minute hatte der gerade erst eingewechselte Armin Cmkic eine Riesenchance, doch erneut bewies Knauss seine Klasse. Sechs Minuten später war der Backnanger Torhüter gegen den frei stehenden Stanley Ratifo jedoch machtlos. Das 4:0 für Pforzheim war auch in der Höhe verdient. Die TSG war am Ende froh, dass die Gäste mit ihren Chancen so fahrlässig umgegangen waren.

Stimmen zum Spiel – TSG-Trainer Holger Ludwig: „Nur zu Beginn waren wir im Spiel. Der Gegner hat aber seine Chancen konsequent genutzt. In der zweiten Hälfte hat Pforzheim viel mehr investiert und wir können uns bei unserem Torhüter Marcel Knauss bedanken, dass wir nicht noch höher verloren haben.“

Oguzhan Biyik, verletzter Kapitän der TSG Backnang: „Wir haben unsere Eigenschaften nicht annähernd auf den Platz gebracht. So kannst du in der Oberliga jedenfalls nicht bestehen. Leidenschaft und Zweikampfstärke haben komplett gefehlt. Ich muss unbedingt schauen, dass ich nächste Woche wieder mitspielen kann. Von außen kann man keine Impulse geben.“

TSG Backnang: Knauss – Leon Maier, Doser (46. Bauer), Bitzer, Dannhäußer – Geldner (56. Zimmermann), Wiesheu – Loris Maier (73. Tasdelen), Pollex, Kalafatis (46. Tichy) – Marinic.

1. CfR Pforzheim: 1.CfR Pforzheim: Rombach – von Nordheim, Cristescu, Marcorig, Sailer – Türköz, Münst – Ratifo, Varese (71. Redekop) – Catanzano (88. Böhm), Rienhardt (80. Cmkic).

Tore: 0:1 (25.) Rienhardt, 0:2 (45.) Macorig, 0:3 (58.) Rienhardt, 0:4 (87.) Ratifo. – Schiedsrichter: Wilke (Merzhausen). – Zuschauer: 250.

 

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Oberliga-Aufsteiger aus Backnang ringt dem FV Ravensburg ein verdientes 1:1 ab. TSG-Fußballer kommen im heimischen Stadion gegen den dritten Großkopfeten in Folge zum dritten Teilerfolg. Führungstor von Mario Marinic kurz vor der Halbzeit.

Quelle: Backnanger Kreiszeitung vom 21.09.20 / Foto: A. Hornauer

Die Titelaspiranten der baden-württembergischen Fußball-Oberliga beißen sich an der TSG Backnang im Etzwiesenstadion die Zähne aus. Nach dem SGV Freiberg (1:1) und den Stuttgarter Kickers (2:2) musste sich nun auch der FV Ravensburg mit einer Punkteteilung zufriedengeben. Beim verdienten 1:1 führte die Elf aus dem Murrtal nach einem Treffer von Torjäger Mario Marinic kurz vor der Pause sogar lange Zeit mit 1:0.

Nach dem 1:3 unter der Woche in Dorfmerkingen stellte Backnangs Coach Holger Ludwig seine Startformation um. In der Offensive bekam Niklas Kalafatis von Beginn an eine Chance und in der Innenverteidigung machte Marc Bitzer Platz für Thomas Doser. Wieder mit von der Partie war auch der zuletzt abgeschlagene Niklas Pollex, der wie Kalafatis eine gute Vorstellung ablieferte.

In den ersten 20 Minuten war den Hausherren das nach den Niederlagen in Freiburg und Dorfmerkingen fehlende Selbstvertrauen anzumerken. Bereits nach 13 Minuten klatschte ein 16-Meter-Knaller von FVR-Angreifer Burhan Soyudogru an den linken Pfosten. Vier Minuten später zielte Soyudogru von der Strafraumgrenze nur knapp vorbei.

Die Gastgeber kamen erst nach einer halben Stunde besser in die Partie. In der 35. Minute spielte der quirlige Kalafatis im gegnerischen Strafraum quer in die Mitte, doch vor einem einschussbereiten Backnanger klärte ein Ravensburger zur Ecke. Vier Minuten später versuchte es Pollex aus der Drehung, schoss aber drüber. „Da hat meine Mannschaft um ein Gegentor gebettelt“, ärgerte sich Steffen Wohlfarth nach dem Spiel. Ravensburgs Trainer ahnte wohl schon, was auf sein Team noch zukommen sollte. In der 41. Minute traf Kalafatis mit einem Seitfallzieher nur den rechten Pfosten und 120 Sekunden später zappelte das Leder tatsächlich im Gehäuse der Oberschwaben. Mario Marinic hatte es einfach mal aus 18 Metern versucht und der nicht unbedingt hart geschossene Ball war unter dem Körper von Keeper Kevin Kraus zum 1:0 für Backnang durchgerutscht.

Nach dem Wechsel tat sich in beiden Strafräumen zunächst einmal so gut wie gar nichts. Mit zunehmender Spielzeit verließen die aufopferungsvoll kämpfenden Murrtaler allerdings die Kräfte. Der angeschlagene Pollex wurde vorsorglich gegen Mert Tasdelen ausgetauscht und prompt fehlte den Hausherren im Spielaufbau eine wichtige Anspielstation. Dann verlor die ansonsten aufmerksame Backnanger Abwehr nach 70 Minuten den aufgerückten Innenverteidiger Philipp Altmann aus den Augen und der Hüne köpfte völlig unbedrängt zum 1:1 ein.

Jetzt begann bei den TSG-Fans wieder das große Zittern. Aber angeführt von Kapitän Oguzhan Biyik und Julian Geldner boten die Roten dem Favoriten aus dem Oberschwäbischen Paroli. Beinahe hätte es noch zum ersten Heimsieg gereicht, als Geldner in der Schlussphase gleich zweimal die Chance zum Siegtor hatte. Am Ende blieb es aber bei der absolut leistungsgerechten Punkteteilung.

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