TSG Backnang Fußball 1919 e.V.

  • Die Volksbank Backnang präsentiert unsere Verbandsliga Mannschaft
  • hinten:
    Mert Tasdelen, Niklas Kalafatis, Marcus Kasongo-Ndijele, Marc Bitzer, Thomas Doser, Michl BauLer, Leon Maier, Loris Maier, Julian Geldner, Yannik Dannhäuser, Shqiprim Binakaj

    Mitte:
    Marc Erdmann, Bernd Dannhäuser, Rolf Wörner, Marc Hess, Julian Schieber, Mario Marinic, David Kienast, Volker Max, Michael Quattlender, Volksbank Vorstand Jürgen Schwab

    vorne:
    Benito Baez-Ayala, Niklas Pollex, Adnan Rakic, Julian Guttenson, Marcel Knauss, Mika Wilhelm, Oguzhan Biyik, Sebastian Gleissner, Christian Weiller

    Es fehlen Patrick Tichy und Louis Wiesheu
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Titelfavorit SGV Freiberg ist für die personell dezimierten Oberliga-Fußballer der TSG Backnang eine Nummer zu groß. Die Etzwiesenelf hält zwar ganz ordentlich mit, doch in den entscheidenden Momenten sind die Gäste einfach besser und gewinnen am Ende auch verdient mit 3:0.

Quelle: Backnanger Kreiszeitung vom 23.09.21 / Foto: TSG Backnang / Sportmomente

„Unsere Mannschaft hat ordentlich gespielt, aber wir hatten gegen eine strukturiert aufspielende Freiberger Mannschaft letztlich keine Chance“, gab Backnangs Co-Trainer Julian Schieber nach dem 0:3 freimütig zu. Gegen einen mit ehemaligen Zweit- und Drittligakickern gespickten Gegner hatten die personell arg dezimierten Oberliga-Fußballer der TSG am Ende keine Möglichkeit, zu Punkten zu kommen.

War die Liste an Ausfällen bei der Etzwiesenelf ohnehin schon sehr lange gewesen, war kurz vor dem Anpfiff noch ein weiterer Name dazugekommen. Mert Tasdelen, in den letzten Spielen der große Torgarant, musste wegen einer Muskelverletzung passen. So stellte sich die Backnanger Mannschaft fast schon von selbst auf. Die langzeitverletzten Leistungsträger Niklas Pollex und Michl Bauer sowie Kapitän Oguzhan Biyik blieben wie Tasdelen ganz außen vor. Der angeschlagene Spielertrainer Mario Marinic und die sich ebenfalls mit unterschiedlichsten Wehwehchen herumschlagenden Shqiprim Binakaj, Thomas Doser und Julian Geldner nahmen für den Fall der Fälle wenigstens auf der Bank Platz. Den TSG-Anhängern war schon vor Beginn klar, dass nur ein Fußballwunder die Hausherren vor einer Niederlage bewahren könnte.

Anders das Aufgebot auf der Gegenseite. Gästecoach Evangelos Sbonias bot mit Marco Grüttner, Marcel Sökler und Dominik Salz gleich drei Hochkaräter im Angriff auf. Und diese Maßnahme zahlte sich schon nach zehn Minuten aus. Der nach hinten geeilte Niklas Kalafatis schlug vor dem eigenen Strafraum ein Luftloch und die Hereingabe von Grüttner verwertete Salz, allerdings aus stark abseitsverdächtiger Position, zur 1:0-Führung für die Gäste.

Nur fünf Minuten später hatte Salz eine nächste gute Chance, doch aus kurzer Distanz schoss er übers Backnanger Gehäuse und erneut nur kurz darauf bugsierte TSG-Torhüter Marcel Knauss einen Kopfball von Salz mit einem tollen Reflex im letzten Moment über den Querbalken. Freiberg gab in der Offensive den Ton an, Backnanger Strafraumszenen blieben weitgehend aus. Auf der anderen Seite sah es anders aus. In der 37. Minute patzte Knauss zunächst beim Aufbauspiel, machte seinen Fehler aber wieder gut, als er den Flachschuss von Grüttner mit einer starken Reaktion noch um den Pfosten lenkte.

Die Gäste schalteten nach der Pause den Vorwärtsgang erst richtig ein. Die Gastgeber hielten dem Druck zunächst Stand, aber nach einer Stunde schlug Torjäger Salz ein zweites Mal zu. Erneut vermutete die TSG eine Abseitsstellung des Torschützen, doch der Unparteiische Stefan Fimpel ließ sich nicht umstimmen und zeigte Backnangs protestierendem Innenverteidiger Patrick Tichy die Gelbe Karte.

Danach ließ es die Elf des Ex-SG-Coaches Sbonias ruhiger angehen. Die Hausherren kamen besser ins Spiel, ohne sich aber hochkarätige Chancen zu erspielen. Weitaus gefährlicher agierten die Gäste im Backnanger Strafraum. Zweimal innerhalb einer Minute bewahrte Knauss sein Team mit waghalsigen Paraden gegen Salz und Sökler vor einem noch höheren Rückstand. In der 80. Minute war der eifrige Backnanger Schlussmann gegen den Kopfballtreffer von Grüttner zum 0:3 aber machtlos.

Am Ende verließ das Starensemble aus Freiberg das Etzwiesenstadion völlig verdient als Sieger. Das quasi letzte Aufgebot der TSG hatte sich aber achtbar aus der Affäre gezogen und bleibt trotz der Niederlage weiterhin Überraschungstabellenführer.

TSG Backnang: Knauss – Weiller, Tichy, Bitzer, Rakic (58. Binakaj) – Leon Maier, Wiesheu (64. Geldner) – Kalafatis, Gleißner, Santoro (83. Sejdinovic) – Loris Maier (83. Kasongo).

SGV Freiberg: SGV Freiberg: Burkhardt – Klauß (64. Hofrath), Celiktas (46. Ikpide), Hoffmann (46. Zant) – Velagic, Thermann, Zintram – Mauersberger – Sökler, Salz (80. Berisha), Grüttner.

Tore: 0:1 (11.) Salz, 0:2 (61.) Salz, 0:3 (80.) Grüttner. – Schiedsrichter: Fimpel (Bad Wurzach). – Zuschauer: 600.

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TSG-Fußballer trotzen allen Widrigkeiten !

Die personell angeschlagenen Backnanger bezwingen Geheimfavorit Ravensburg mit 4:2 und stürmen zurück an die Oberliga-Spitze.

Die Oberliga-Fußballer der TSG Backnang haben sich mit einem 4:2-Sieg gegen den FV Ravensburg die Tabellenführung zurückgeholt. Der überragende Mert Tasdelen mit zwei Treffern sowie Loris Maier und Sebastian Gleißner ließen die Etzwiesenelf jubeln, die sich auch von der Roten Karte für Jannik Dannhäußer eine Viertelstunde vor Schluss nicht vom Kurs abbringen ließ.

Backnangs sportlicher Leiter Marc Erdmann war fast sprachlos nach dem Abpfiff. „Jeder unserer Spieler reiht sich nahtlos in die Gemeinschaft ein. Keiner fällt ab und jeder erledigt seine Aufgabe zur absoluten Zufriedenheit.“ Grund für die überschwängliche Freude des Machers der TSG war der Fakt, dass sein Team, trotz verletzungsbedingter Rückschläge, eine ausgezeichnete Leistung gegen den als Geheimfavoriten gehandelten FV Ravensburg ablieferte.

Kapitän Oguzhan Biyik war ebenso zum Zuschauen verdammt wie Shqiprim Binakaj, Thomas Doser und Spielertrainer Mario Marinic. Ganz zu schweigen von den Langzeitverletzten Michl Bauer und Niklas Pollex. Also richteten es die Jungs aus der sogenannten zweiten Reihe. Chris Weiller zum Beispiel spielte bis zu seiner Auswechslung auf der rechten Abwehrseite fehlerfrei und Niklas Kalafatis vertrat den angeschlagenen Marinic vorne bestens, bereitete er doch zwei der vier Tore vor.

Die Begegnung begann für die Hausherren optimal. Schon nach vier Minuten passte Kalafatis auf Loris Maier, der völlig frei vor dem gegnerischen Kasten das 1:0 erzielte. Sechs Minuten später hätte der aufgerückte Innenverteidiger Patrick Tichy seine sehr gute Leistung mit einem Tor krönen können, doch aus zwei Metern lupfte er die Kugel drüber. Eine Riesenchance für die Roten, die in der 28. Minute durch Jannik Dannhäußer eine weitere solche ausließen.

Drei Minuten zuvor hatte der eingewechselte Paul Strauß aus 16 Metern nur den Querbalken getroffen. Ein erster Warnschuss der Gäste, die in der 33. Minute 0:2 zurücklagen. Ein Superpass von Marc Bitzer landete bei Mert Tasdelen, der von der linken Seite nach innen zog und von dort das Leder unhaltbar ins rechte Tordreieck knallte. Mancher Einheimische rieb sich verwundert die Augen. In der Nachspielzeit der ersten Halbzeit gönnte sich die TSG-Abwehr eine kurze Auszeit und die wurde von Jona Boneberger eiskalt zum Anschlusstreffer genutzt.

Nach Rot für Dannhäußer beruhigt Tasdelen die Nerven der TSG-Fans

Aber die Backnanger schlugen schon fünf Minuten nach Wiederbeginn zu. Kalafatis legte die Kugel für den starken Spielgestalter Sebastian Gleißner auf und der sorgte fürs 3:1. Nach einer Stunde bewahrte TSG-Keeper Marcel Knauss mit einer waghalsigen Reaktion gegen Moritz Jeggle seine Elf vor dem zweiten Gegentreffer. Nur 120 Sekunden später war der Torhüter jedoch gegen den Kopfball von Rahman Soyudogru machtlos. Die Partie stand auf Messers Schneide. Erst recht als Dannhäußer nach einem Disput mit seinem Gegenspieler wegen einer Beleidigung in der 76. Minute die Rote Karte sah. Doch wenig später sorgte Tasdelen für allgemeine Backnanger Beruhigung. Loris Maier hatte quergespielt und der Offensivmann das 4:2 gemacht.

TSG Backnang: Knauss – Weiller (74. Geldner), Tichy, Bitzer, Dannhäußer – Gleißner, Leon Maier – Santoro (88. Sejdinovic), Loris Maier, Tasdelen (82. Kasongo) – Kalafatis (77. Rakic).

FV Ravensburg: Kraus – Geiselhart, Altmann, Moritz Strauß – Hörger, Jeggle (77. Issac Abeselom), Samuel Boneberger (62. Zimmermann) – Chrobok (15. Paul Strauß), Schäch, Jona Boneberger (62. Burhan Soyudogru) – Rahman Soyudogru.

Tore: 1:0 (4.) Loris Maier, 2:0 (33.) Tasdelen, 2:1 (45.+2) Jona Boneberger, 3:1 (50.) Gleißner, 3:2 (63.) Rahman Soyudogru, 4:2 (80.) Tasdelen. – Rote Karte: Dannhäußer (76.). – Schiedsrichter: Schipper (Stuttgart). – Zuschauer: 250.

 

Quelle: BKZ / 20.09.2021 - Foto: Sportmomente / TSG Backnang

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Auch Reutlingen kann die TSG Backnang nicht stoppen!

Backnangs Fußball-Oberligist gewinnt beim Ex-Zweitligisten verdient mit 2:0 und übernimmt zumindest vorläufig die Tabellenspitze. Thomas Doser und Mert Tasdelen treffen für die Etzwiesenelf und bereiten Coach Mario Marinic nachträglich ein tolles Präsent zu dessen 37. Geburtstag.

Die Fußballer der TSG Backnang sind spitze. Zumindest in der Oberliga und wenigstens bis heute Nachmittag. Denn da könnte Verfolger FV Ravensburg mit einem Sieg beim großen Titelfavoriten SGV Freiberg in der Tabelle wieder an der Etzwiesenelf vorbei ziehen. Die hat auf jeden Fall aber schon einmal vorgelegt und Spielertrainer Mario Marinic einen Tag nach seinem 37. Geburtstag mit dem 2:0 beim SSV Reutlingen gestern Abend ein schönes Präsent bereitet. Das Ergebnis stand an der Kreuzeiche schon nach gut 20 Minuten fest, hatten doch Thomas Doser und Shqiprim Binakaj per Elfmeter für die Zweitoreführung gesorgt.

Die Partie begann für die TSG optimal, ging die Etzwiesenelf doch mit dem ersten Ball aufs Tor in Führung. Daran beteiligt waren zwei aufgerückte Abwehrspieler. Linksverteidiger Shqiprim Binakaj hatte von der rechten Seite geflankt und Innenverteidiger Thomas Doser in der Mitte aus sieben Metern zum 1:0 ins Eck verlängert.

Die Gastgeber taten sich sichtlich schwer, ins Spiel zu finden. Der SSV schaffte es kaum, Backnangs Defensive in Verlegenheit zu bringen. Frei nach Otto Rehhagel versuchten es die Gäste mit sogenannter kontrollierter Offensive und schnellen Angriffen, wenn sie den Hausherren nach einem ungenauen Abspiel mal wieder den Ball abgeluchst hatten. So wie in der 21. Minute, als Mert Tasdelen bei einem Konter im Strafraum drei Gegenspieler austanzte und vom vierten gefoult wurde. Den Elfmeter verwandelte Shqiprim Binakaj zum 2:0.

 

An diesem Spielverlauf änderte sich nach der Halbzeit wenig. Die Gastgeber waren bemüht, sich in der gegnerischen Hälfte festzusetzen. Bevor es aber gefährlich werden konnte, war entweder ein Abwehrbein der Gäste dazwischen oder der Pass war zu ungenau. Sehr oft viel zu ungenau. Die TSG musste jedenfalls keinen riesigen Aufwand betreiben, um alles im Griff zu haben. Einziges Manko: Die Kontermöglichkeiten wurden nicht gut ausgespielt. Wobei es in der 70. Minute nicht an der Vorarbeit des eingewechselten Sebastian Gleißner lag, sondern am Abschluss von Spielertrainer Mario Marinic, der aus elf Metern freistehend doch recht deutlich vorbei zielte. Eher Pech hatte dann der eingewechselte Niklas Kalafatis in der 81. Minute, als er sich zunächst schön durchsetzte und von der halblinken Seite aus zehn Metern allerdings am glänzend reagierenden Jerome Weisheit scheiterte. Kein Glück hatte in der 87. Minute auch Leon Maier, der sich im gegnerischen Strafraum schön durchsetzte, aus acht Metern aber knapp vorbei zielte.

Gefährdet war der TSG-Erfolg zu dem Zeitpunkt aber längst nicht mehr. Zu harmlos und schwach präsentierte sich Reutlingens Offensive. Negativ war für Backnang nur, dass sich mit Shqiprim Binakaj, Kapitän Oguzhan Biyik, Angreifer Loris Maier und Thomas Doser, bei dessen Ausscheiden kurz vor Schluss das Auswechselkontingent bereits erschöpft war, gleich vier Spieler verletzt raus mussten und vermutlich nicht alle rechtzeitig zum Mittwoch-Heimspiel gegen die SF Dorfmerkingen wieder fit sind.

SSV Reutlingen: Weisheit – Mohr (46. Dautaj), Lübke, Jäger, Schiffel – Eiberger – Jonas Preuß (76. Staiger), Wöhrle, Schwaiger, Zukic (61. Meixner) – Ganaus (76. Djermanovic).

TSG Backnang: Guttenson – Leon Maier, Doser, Tichy, Binakaj (59. Dannhäußer) – Bitzer, Biyik (78. Wiesheu) – Santoro (71. Kalafatis), Loris Maier (57. Gleißner), Tasdelen – Marinic.

Tore: 0:1 (7.) Doser, 0:2 (21., Foulelfmeter) Binakaj. – Gelbe Karte: Eiberger, Lübke / Tichy, Gleißner. – Schiedsrichter: Rottner (Poppenweiler). – Zuschauer: 700.

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Personaldecke der TSG Backnang wird immer dünner!

Beim Fußball-Oberligisten aus Backnang ist der Kader an einsatzfähigen Spielern vor dem Nachholspiel am morgigen Mittwoch noch kleiner geworden. Trotzdem will der Tabellenführer ab 17.15 Uhr in der Heimpartie gegen den Aufstiegsaspiranten SGV Freiberg etwas Zählbares holen.

Bei der TSG Backnang läuft es sehr gut. Der Klub aus den Etzwiesen führt nach neun Spieltagen die Tabelle in der Oberliga an. Fünf Siege, ein Unentschieden und eine Niederlage – das ist die derzeitige Bilanz. Dabei muss Spielertrainer Mario Marinic allerdings auch viel improvisieren. Das liegt daran, dass die personelle Lage beim Spitzenreiter sehr angespannt ist. Die englischen Wochen tun dabei ihr Übriges. Die nächste Belastung steht bereits am morgigen Mittwoch an. Und da bessert sich die Situation bei den Backnangern nicht. Marinic muss aufgrund muskulärer Probleme weiterhin passen. „Für das Mittwochspiel wird es sehr eng, dass ich spielen kann“, sagt der Spielertrainer. Wohl nicht dabei sein kann auch Kapitän Oguzhan Biyik, der sich weiterhin mit Adduktorenproblemen herumplagt. Zwar stehen bei dem Mittelfeldstrategen noch Untersuchungen an, aber sein morgiger Einsatz ist sehr fraglich. Ebenfalls nicht spielen wird Shqiprim Binakaj, der einen Muskelfaserriss auskuriert.

Backnanger stecken die Rückschläge sehr gut weg und punkten fleißig

Klar ist hingegen, dass mit einem Einsatz von bereits länger ausfallenden TSG-Akteuren nicht zu rechnen ist. Das trifft auch auf Michl Bauer nach dem Kreuzbandriss und auf Niklas Pollex mit Beschwerden am Wadenbein sowie auf Thomas Doser nach der Platzwunde am Kopf zu. Zu ihnen gesellt sich Jannik Dannhäußer. Der Defensivmann hatte beim 4:2-Heimsieg am vergangenen Samstag gegen den FV Ravensburg die Rote Karte gesehen. „Wir haben noch keinen Bescheid bekommen, wie lange er gesperrt sein wird“, sagt Marinic. Er geht aber davon aus, dass Dannhäußer mindestens zwei Spiele aussetzen muss. Einziger Lichtblick bei der personellen Situation ist, dass Louis Wiesheu seine Sperre nach der Gelb-Roten Karte abgesessen hat und am morgigen Mittwoch wieder zur Verfügung steht.

Die TSG hat aber in den vergangenen Partien bewiesen, dass sie die Rückschläge wegstecken kann. „Ein großes Kompliment an die Mannschaft“, sagt Spielertrainer Mario Marinic. Er veränderte auch zuletzt die Taktik. „Gegen Ravensburg standen wir tiefer und haben auf Konter gelauert.“ Dies ging beim 4:2-Heimerfolg. Ob die TSG mit der gleichen Ausrichtung in der Nachholpartie gegen den SGV Freiberg spielen wird, lässt Marinic noch offen. „Ich habe einige Ideen im Kopf.“ Der Spielertrainer weist zudem darauf hin, dass der morgige Kontrahent ein ganz anderes Kaliber sein wird. „Freiberg ist ein attraktiver Gegner und hat einen sehr starken Kader, der bald für zwei Topmannschaften reicht“, sagt Marinic und schiebt nach: „Freiberg ist eigentlich für uns kein Maßstab, doch in einem Spiel ist alles möglich.“ Mut dürfte der TSG auf jeden Fall der Blick auf die bisherige Bilanz mit den Freibergern machen. In den vergangenen sechs Duellen gab es drei Backnanger Siege und drei Unentschieden.

Beim letzten Aufeinandertreffen am 22. August 2020 trennten sich beide Mannschaften 1:1. Ein ähnliches Resultat würden die Backnanger bestimmt sofort unterschreiben, für die Freiberger um den Ex-TSG-Trainer Evangelos Sbonias wäre es zu wenig. Der SGV ist nicht gut in die Oberliga gestartet und steht mit elf Punkten aus sechs Spielen auf Rang acht, hat allerdings zwei Partien weniger als die TSG ausgetragen. Das Spiel am Samstag gegen den SV Linx fiel kurzfristig aufgrund mehrerer Coronafälle bei Linx aus. „Die Tabelle ist derzeit noch sehr verzerrt. Wenn die Freiberger ihre Nachholspiele gewinnen, sind sie wieder ganz oben dabei“, erklärt TSG-Spielertrainer Mario Marinic. Er freut sich vielmehr über seine Mannschaft. „Wir genießen den Moment. Unsere 19 Punkte haben wir gegen den Abstieg gesammelt.“ Wenn morgen mindestens ein Zähler hinzukommen würde, wären Marinic und seine Mannschaft mit Sicherheit sehr froh.

Quelle: BKZ vom 21.09.21

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Fußball-Oberligist aus Backnang dominiert das Heimspiel gegen die Sportfreunde Dorfmerkingen, wird aber am Ende um den Lohn seiner Bemühungen gebracht. Beim 2:2-Unentschieden treffen Mert Tasdelen und Sebastian Gleißner für die Roten ins Schwarze.

Nach den beiden Auswärtssiegen in Reutlingen und in Walldorf wollten die Backnanger im ersten von drei Heimspielen in Folge gegen die SF Dorfmerkingen nachlegen und die Tabellenführung verteidigen. Bis kurz vor Spielende sah es auch nach einem Dreier für die Etzwiesenelf aus, doch Sekunden vor dem Abpfiff glückte SF-Spieler Denis Enes Werner der Treffer zum 2:2

Quelle: BKZ

„Für mich ist das wie eine gefühlte Niederlage“, klagte ein ziemlich enttäuschter TSG-Spielertrainer Mario Marinic. Die für einige TSG-Fans zu lange Nachspielzeit des Unparteiischen ermöglichte den Gästen erst die Gelegenheit zum späten Ausgleich. Aber groß darüber zu lamentieren lohnt sich nicht, hätten die Backnanger ihre guten Konterchancen nach der 2:1-Führung besser genutzt, wären die drei Punkte ganz sicher in den Etzwiesen geblieben.

In der Startelf der Hausherren schlüpfte Sebastian Gleißner im Mittelfeld neben Kapitän Oguzhan Biyik in die Rolle des Spielmachers. Allerdings wurden die Pläne von Trainer Marinic schon nach einer Viertelstunde durchkreuzt. TSG-Kapitän Biyik ging angeschlagen in die Partie und musste nach erneut auftretenden Adduktorenproblemen früh gegen Louis Wiesheu ausgetauscht werden. Davon ließen sich die Gastgeber aber zunächst nicht groß beeindrucken. Nur eine Minute nach der Einwechslung von Wiesheu fasste sich Mert Tasdelen auf der linken Angriffsseite der TSG ein Herz, zog nach innen. Von der linken Strafraumkante zirkelte er die Kugel unhaltbar ins rechte untere Toreck zur frühen Führung der Platzherren.

Danach ließen es die Gastgeber ziemlich ruhig angehen. Der Ball wurde weitgehend in den eigenen Reihen gehalten, zielstrebige Offensivaktionen blieben weitgehen aus. Die Gäste von der Ostalb warteten geduldig auf Fehler im Backnanger Spielaufbau. Doch angeführt vom starken Patrick Tichy hielten die Roten die SF-Angreifer weitgehend in Schach. Nach einer halben Stunde versuchte es der glänzend aufspielende Gleißner von der gegnerischen Strafraumgrenze, doch im letzten Moment fälschte ein Dorfmerkingen die Kugel zur Ecke ab. Drei Minuten vor dem Pausenpfiff dribbelte Loris Maier in die Box der Gäste, doch kurz vor dem Torabschluss wurde er abgedrängt. Die TSG-Anhänger wussten spätestens beim Pausenpfiff, dass die Ernte für ihre Elf noch lange nicht eingefahren war.

Fünf Minuten nach dem Wechsel kam Flavio Santoro nach einer Flanke von Tasdelen einen Schritt zu spät. Nur eine Minute später wurde ein 16-Meter-Schuss von Marinic zur Ecke abgefälscht. Nach einer Stunde bewies Gästetrainer Helmut Dietterle ein glückliches Händchen. Er wechselte Denis Enes Werner ein. Schon nach 120 Sekunden köpfte der Eingewechselte eine Flanke von Duje Pesic zum 1:1-Ausgleich ins Backnanger Netz. Jetzt stand die Partie auf des Messers Schneide.

Aufseiten der Einheimischen kam Niklas Kalaftis aufs Feld, der für ziemlich viel Unruhe im Strafraum der Gäste sorgte. Eine Viertelstunde vor Schluss scheiterte der TSG-Angreifer freistehend vor Gästekeeper Christian Zech. In der 83. Minute wähnten sich die Murrtaler schon auf der Siegerstraße. Der eingewechselte Chris Weiller spielte quer zu Gleißner, der am langen Eck den Ball nur noch zur 2:1-Führung einzudrücken brauchte. Danach vergaben die Gastgeber gute Möglichkeiten zum dritten und sicher auch entscheidenden Siegtreffer. Dies sollte sich in der Schlusssekunde noch bitter rächen. Zunächst sah Wiesheu in der zweiten Minute der Nachspielzeit die Ampelkarte. Vier Minuten später drückte Werner, zum Entsetzen der TSG-Fans, den Ball zum 2:2-Endstand über die Torlinie. Das nächste Spiel steht für die TSG am Samstag um 14 Uhr zu Hause gegen den FV Ravensburg an.

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TSG Backnang glänzt und erobert Tabellenführung!

Fußball-Oberligist aus Backnang lässt sich vom frühen Rückstand nicht schocken und behält nach einer insgesamt starken Leistung bei der zweiten Mannschaft des FC Astoria Walldorf mit 4:1 die Oberhand. Loris Maier (2), Sebastian Gleißner und Niklas Kalafatis treffen.

Quelle: Backnanger Kreiszeitung vom 02.09.21 / Foto: A. Hornauer

Mit einer überzeugenden und der bisher besten Saisonleistung besiegte die TSG Backnang die bis dahin noch ungeschlagene zweite Mannschaft des FC Astoria Walldorf mit 4:1. Es war eine Top-Leistung aller eingesetzten TSG-Spieler, die damit auch wieder die Tabellenführung in der Oberliga eroberten. Vier Siege und eine Niederlage stehen beim Etzwiesenteam nach den ersten fünf Saisonpartien auf dem Konto.

Voll des Lobes über ihre Schützlinge waren die beiden Trainer der TSG. Der mitspielende Chefcoach Mario Marinic jubelte nach dem Spielende über die richtige Antwort seiner Elf nach der ersten Saisonniederlage beim 1:3 gegen die Stuttgarter Kickers am vergangenen Samstag. Co-Trainer Julian Schieber sprach von einer reifen Leistung der gesamten Mannschaft.

Einzelne Spieler hervorzuheben wäre nach diesem starken Auftritt der gesamten Elf wenig angebracht, aber Kapitän Oguzhan Biyik und Linksverteidiger Shqiprim Binakaj ragten aus dem Team doch ein wenig heraus. In der Innenverteidigung übernahm Thomas Doser den Platz von Marc Bitzer, der im defensiven Mittelfeld die Angriffe der Walldorfer unterbinden sollte. Vorneweg: Das hat sehr gut funktioniert, auch weil alle TSG-Akteure sich nicht zu schade waren, auch in der Defensive mitzuhelfen.

Die Murrtaler waren von Beginn an gut in der Partie. Doch ein unglücklicher Abpraller vom Bein Dosers sprang nach elf Minuten vor die Füße des freistehenden Roen Fondyce Hlywka, der ins leere Tor zur 1:0-Führung der Walldorfer traf. Es war die kalte Dusche für die Gäste, die sich aber nur kurz schüttelten und weiter die Initiative ergriffen. Die Backnanger hatten stets den Vorwärtsgang eingelegt, die Gastgeber verlegten sich hingegen aufs Kontern.

Arian Erbe (24.) und Nicolai Groß (42.) besaßen gute Möglichkeiten, die aber vergeben wurden. Den alten Fußballspruch – man muss die Tore zum richtigen Zeitpunkt erzielen – hatten sich die Etzwiesenkicker offenbar zu Herzen genommen. Sekunden vor dem Pausenpfiff markierte Loris Maier aus zehn Metern den 1:1-Ausgleichstreffer. Eine Minute nach dem Seitenwechsel sorgte derselbe Spieler mit einer feinen Einzelleistung die 2:1-Führung für die Roten.

Die Hausherren waren geschockt und konnten den immer stärker werdenden Gästen nichts mehr entgegensetzen. Die Backnanger gaben die Marschrichtung vor und legten nach. In der 65. Minute kam Sebastian Gleißner für den starken Flavio Santoro. Nur drei Zeigerumdrehungen später erhöhte der Eingewechselte mit einem satten Schuss aus elf Metern auf 3:1. Jetzt verloren die Walldorfer endgültig den Faden. Die TSG vergaß aber, ihre guten Angriffe besser zu Ende zu spielen. Der in der 80. Minute eingewechselte Niklas Kalafatis machte schließlich nach einem unwiderstehlichen Sololauf mit dem 4:1 den Sack endgültig zu. Die Backnanger freuten sich riesig über den vierten Sieg im fünften Saisonspiel. Die TSG ist damit wieder Tabellenführer und sieht nun mit Spannung dem nächsten Top-Duell entgegen. Am kommenden Sonntag geht es zu Hause gegen den SGV Freiberg, der zu den Aufstiegsanwärtern zählt. Die Partie wird in den Etzwiesen zur Frühschoppenzeit um 11 Uhr angepfiffen.

FC Astoria Walldorf II: Idjakovic – Wink, Alexa, Dinger, Herzog – Wolf (70. Nagelbach), Erbe (51. Kronemayer) – Fordyce Hlywka (51. Rastetter), Varivoda (51. Sanneh), Hofmann – Groß.

TSG Backnang: Knauß – Leon Maier, Tichy, Doser, Binakaj – Biyik (84. Wiesheu), Bitzer – Santoro (65. Gleißner), Loris Maier, Tasdelen (80. Kalafatis) – Marinic (88. Kasoongo).

Tore: 1:0 (11.) Fordyce Hlywka, 1:1 (45.+4) Loris Maier, 1:2 (46.) Loris Maier, 1:3 (68.) Gleißner, 1:4 (90.) Kalafatis. – Schiedsrichterin: Menzel (Stutensee). – Zuschauer: 80.

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